Sonntag, 5. Dezember 2010

5.12.: Mein Lieblingsplatz im eigenen Reich


Zutaten: Ein Eckchen im Zimmer, Lieblingsgegenstände, … oder einfach viel Fantasie, Papier und Stift

Rezept: Das eigene Zimmer, die Wohnung oder das Haus sind meist grundsätzlich nach dem eigenen Geschmack eingerichtet. Mit der Zeit sammelt sich aber viel an und durch den alltäglichen Gebrauch sind die meisten Bereiche inzwischen vor allem praktisch.

Heute richte ich mir MEIN Platzerl her: Ich mache mir eine gemütliche Leseecke mit Lehnstuhl, Leselampe, Kerzen, Decke, meinem Tagebuch und den aktuellen Lieblingsbüchern griffbereit auf dem Tisch – dann hole ich mir dazu noch eine Tasse Tee und schon kann ich eintauchen in das Lesevergnügen! Oder ich dekoriere mein Wohnzimmer weihnachtlich, weil es so gut zur Dezemberstimmung passt und damit festlich und gemütlich zugleich ist. Oder ich richte meinen Hausaltar her – meiner Konfession entsprechend oder meinen ganz persönlichen, mit Symbolen und Gegenständen für jene Bereiche die mir wichtig sind, für die ich dankbar bin und für die ich mir etwas wünsche. Oder …

Ich setze meine Ideen gleich um und gestalte mir meinen neuen Lieblingsplatz. Oder ich plane erst mal, wie alles aussehen soll und trage mir für die Umsetzung und Gestaltung einen fixen Termin in meinen Kalender ein – möglichst in den nächsten Tagen.

Dauer: 15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Raum auch mehr.

Mehr Überlegungen dazu können im Blogpost vom Jänner nachgelesen werden.

Gutes Platz schaffen!

Samstag, 4. Dezember 2010

4.12.: Mit allen Sinnen genießen

Zutaten: Die nächste Mahlzeit, evtl. Kerze und Tischdekoration

Rezept: Das Wochenende ist ein guter Zeitpunkt, um sich mit viel Muße dem Essen zu widmen. Was auch immer meine nächste Mahlzeit ist: Ich genieße diese mit allen Sinnen.

Ich habe den Tisch schön gedeckt und eine Kerze angezündet, bevor ich mich zum Essen setze. Mein Essplatz ist ein besonderer Ort. Zuerst schaue ich das Essen genauer an: Welche Farben, welche Formen liegen auf dem Teller? Ich sehe, wie der Dampf hochsteigt, wenn die Mahlzeit noch heiß ist. Welche verschiedenen Gerüche steigen vom Teller auf?

Ich esse in Stille, weil ich Bissen für Bissen genieße. Ich höre, wie es unterschiedlich klingt, je nachdem, wovon ich abbeiße und was ich kaue. Ich lasse mich nicht von Zeitung, Fernseher oder Radio ablenken. Ich koste und schmecke jeden Bissen ganz bewusst, ich lasse mir das Essen auf der Zunge zergehen. Jede Komponente fühlt sich anders an im Mund: knackig oder weich, fest oder flaumig, mehr zu kauen, zu schlecken oder zu knabbern.

Wenn ich fertig bin bleibe ich noch eine Weile sitzen und spüre das angenehme Gefühl der Sattheit. Ich habe gut gegessen, mir damit Gutes getan. Ich bin dankbar für jede Mahlzeit, mit der ich mich und meinen Körper versorge.

Dauer: 15 Minuten (zusätzlich zur normalen Esszeit), je nach vorhandener Zeit und Essen auch mehr.

Guten Appetit!

Freitag, 3. Dezember 2010

3.12.: Den Ton angeben


Zutaten: Die eigene Stimme; ein ungestörter Ort

Rezept: Wir sind von Geräuschen umgeben und auch in uns spielt sich akustisch einiges ab. Heute gebe ich den Ton an und nutze dafür meine Stimme als Instrument.

Als Einstieg seufze ich: Laut und leise, genüsslich und erschöpft, mehrmals, in verschiedenen Tonlagen. Seufzen aktiviert den Atem und damit auch mich. Anschließend spüre ich mit geschlossenen Augen in meinen Körper hinein: Wie fühlt sich das an?

Dann summe ich drauf los. Auch hierbei spiele ich mit der Lautstärke und der Tonlage, bis ich einen Ton gefunden habe der sich besonders gut anfühlt; diesen summe ich eine Weile. Anschließend sitze/stehe/liege ich in Ruhe um dem nachzufühlen. Dann nochmal: länger summen und länger nachfühlen.

Dauer: 15 Minuten, je nach Vorhandensein von Zeit und Tönen auch mehr.

Fröhliches Experimentieren!

Donnerstag, 2. Dezember 2010

2.12.: Eine kleine Handmassage


Zutaten: keine erforderlich, evtl. Handcreme/Massageöl o.ä. [Notizbuch/Block, Stift]

Rezept: Meine Hände sind im Dauereinsatz: Beim Tippen am PC, beim Tragen von Lasten, beim Greifen nach den Sternen, bei der Verwendung von Instrumenten, Besteck oder Werkzeug, beim Gestikulieren, bei der höflichen Begrüßung - und auch wenn ich jemanden streichle, an der Hand nehme, liebkose.

Heute tue ich meinen Händen und damit mir selber etwas Gutes. Je nach Vorhandensein und Geschmack nehme ich Handcreme, Öl o.ä. zur Hand und beginne, meine Hände zu massieren. Ich reibe die Handflächen aneinander, ahme Bewegungen des Händewaschens und –eincremens nach und reibe dann mit dem Daumen die Handfläche Stückchen für Stückchen.

Jetzt kommen die Finger dran: Einer nach dem anderen wird gerubbelt und gedrückt, innen und außen, auch die Daumen selbst werden nicht vergessen. Nach dem kräftigen Massieren reibe ich die Handteller, den Handrücken, die Handgelenke und die Finger sanft und streichle sie.

Beim Tun entstehen sicher auch noch weitere Ideen! Ich danke meinen Händen für die guten Dienste, die sie mir leisten. Wenn ich möchte, schreibe ich meine Gedanken dazu auf.

Dauer: 15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Größe der Hände auch mehr.

Gutes Genießen!

Mittwoch, 1. Dezember 2010

1.12.: Mein Wunschzettel


Zutaten: Notizbuch/Block, Stift

Rezept: In Ruhe in mich gehen: Was wünsche ich mir vom Dezember, wie wird der Jahresausklang ein gelungener? Viele haben in ihrer Kindheit einen Brief ans Christkind geschrieben (oder tun das auch jetzt noch). Dieser Wunschzettel ist an mich selber gerichtet: Wie soll dieser Monat werden? Obwohl im Dezember von vielen der Advent gefeiert wird, ist es doch für die meisten Menschen alles andere als „die stillste Zeit des Jahres“. Gerade jetzt tut es gut, inne zu halten und in Ruhe zu überlegen, was und wer mir wichtig ist. All das schreibe ich auf (und platziere es gut sichtbar), damit ich es jederzeit nachlesen kann. Ich denke an mich!

Dauer: 15 Minuten, ja nach vorhandener Zeit und Muße auch mehr.

Viel Spaß beim Wünschen!

Die Anleitungen für eine Viertelstunde für mehr Lebensbalance kommen nun täglich - 31 mal, für einen guten Jahresausklang und überkonfessionell. Wer vor hat, die Übungen auch regelmäßig zu machen, kann ein extra Büchlein oder einen Notizblock dafür verwenden und die Überlegungen auch mitnotieren.

Im Jänner folgt eine Einladung zu einem kostenlosen Kurzworkshop zum Austausch über die Erfahrungen.

Mittwoch, 10. November 2010

Balance aus Anspannung und Entspannung


Bald ist es wieder soweit: Der Advent naht, der Dezember rückt näher und damit auch die neue Auflage des täglichen Newsletters mit Anleitungen für "Die tägliche Viertelstunde für mehr Lebensbalance".

Der Titel, vor rund einem Jahr entstanden, spricht an und steht inzwischen für mehr: Letzte Woche waren rund 100 Menschen beim gleichlautenden Vortrag beim Tag der Psychologie im Wiener Rathaus. Welch ein Spaß, in ein Mikrophon zu schnauben wie ein Pferd und damit das Publikum zum Mitmachen zu animieren (das Schnauben ist eine einfache Sache, um die Kiefermuskulatur zu lockern).

Der Artikel darüber in der Freizeit-Beilage des Kurier hat ein wunderbares Echo ausgelöst und so arbeite ich hochmotiviert an Newsletter und Adventkalender. Dass die Zeit schon wieder knapp wird, verstärkt die Sache nur - auch unter (Zeit-)Druck tauchen bei mir immer wieder gute und kreative Ideen auf.

Wichtig ist besonders in solchen Phasen aber die Balance zwischen Anspannung und Entspannung. Der Waldspaziergang, Tai Chi und Qi Gong Übungen, zwischendurch 20 min ruhig liegen und die Gedanken ziehen lassen, bewusstes Atmen, die Pause (in der ich mich zum Essen hinsetze oder mich für Übungen bewege), der Krimi als Freizeitlektüre... All das dient mir als Ausgleich und Erholung.

In anstrengenden Zeiten (auch in denen, die sehr lustvoll sind) ist es besonders wichtig, immer wieder die Energieressourcen aufzufüllen und zu stärken: Welche Dinge helfen Ihnen/Dir dabei? Eine Viertelstunde ist gut investierte Zeit, wenn dabei eine Liste entsteht, auf die im Stress zurückgegriffen wird - wie ein Knoten im Taschentuch erinnert sie an die notwendige Entspannung.

Viel Vergnügen!

Der Newsletter kann übrigens einfach abonniert werden unter www.diereiter.at - damit werden im Dezember 31 Anleitungen für "Die tägliche Viertelstunde für mehr Lebensbalance" frei Haus geliefert.

Donnerstag, 23. September 2010

Mei liabste Zeit

Ein wunderbarer Herbsttag! Sonnig, angenehm warm, so schön bunt - mein Blick geht hin und her zwischen Bildschirm und Garten. Ich mag September, weil ich noch aus Schul- und Unitagen diese Aufbruchsstimmung verinnerlicht habe: neues Semester, neues Schuljahr, viel Neues möglich.

Vor Kurzem am Telefon: "Herbst ist meine liebste Jahreszeit", sagt eine gute Bekannte. Mmmh, ich mag ja alle Jahreszeiten; mir ist immer grad die aktuelle auch die liebste.

Bis gestern war es noch unklar, wie diese Zeit zu benennen ist: Ein Workshop-Teilnehmer lobte den "schönen Spätsommer", für mich war es schon Herbst (aber eben eher aus Semester-Beginn-Gründen), während meine Freundin Maria eine andere Sichtweise offenbarte: "Jetzt im Winter wird das Ausflugsgasthaus nicht so attraktiv sein".

Offiziell ist seit heute Herbst. Ich wünsch mir viele sonnige Tage, freue mich aber auch auf die nebeligen und die regnerischen... und dann auch auf den ersten Schnee!
Denn der nächste Winter kommt bestimmt - und im Dezember dann auch wieder die tägliche Viertelstunde für mehr Lebensbalance. Rechtzeitig zum Jahreswechsel, in der dunklen Zeit des Jahres.

Für heute eine Anregung (für eine Viertelstunde oder mehr): Welche ist deine liebste Jahreszeit? Was ist das Beste an jedem einzelnen Monat? Nachdenken, aufschreiben und dann etwas dazu malen, Fotos, Ausschnitte aus Zeitschriften und Postkarten dazu kleben,... Am Schluss das Kunstwerk an einen guten Platz legen oder aufhängen. Bei Frust nachschauen und aufheitern lassen.
Viel Spaß!