Sonntag, 12. Dezember 2010

12.12.: Farbe in mein Leben


Zutaten: Papier und Farben – Wachsmalkreiden, Wasserfarben, Filzstifte, o.ä.

Rezept: Malen ist etwas, das viele Menschen mit ihrer Kindheit verbinden. Damals, als wir uns noch völlig vorbehaltlos einfach an den Farben erfreuen konnten und auch daran, etwas zu erschaffen, einfach so, zum Selbstzweck.

Kreativität um ihrer selbst willen ist heute mein Ziel: Ich nehme meine Utensilien, wähle ein bis zwei Lieblingsfarben und male einfach drauf los. Gegen etwaige Bedenken und Einwände der inneren KritikerInnen hilft die Aufgabenstellung „Male KEIN schönes Bild“ (wenn es dann doch passiert – auch gut).

Für die Inspiration kann ich zu Musik malen; um den Druck weg zu nehmen kann ich die „falsche“ Hand verwenden; für nachhaltigere Ergebnisse kann ich das Werk auf Packpapier (für Geschenke), Wände oder Möbel übertragen, …

Wer sowieso oft malt und wem die Aufgabe leicht fällt, der oder die kann das eigene Innenleben malen: So schaut mein Körper von innen aus, so mein Seelenleben, so mein Geist.

Die Bilder bekommen einen besonderen Platz: Ich hänge sie auf oder verwahre sie an einem geheimen Ort, wo ich sie immer wieder hervor holen und mich an ihnen erfreuen kann.

Dauer: 15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Muße auch mehr.

Gutes Genießen!

Samstag, 11. Dezember 2010

11.12.: Das Fenster zum Hof


Zutaten: ein gemütlicher Sessel, Vepflegung nach Belieben

Rezept: Ein Fenster zur Gasse, dahinter eine ältere Frau, die mit einem Häferlkaffee in der Hand interessiert die Geschehnisse da draußen verfolgt – so oder so ähnlich ist der Anblick, der für mich Gelassenheit und Zufriedenheit vermittelt.

Die Welt vor dem eigenen Fenster ist voller kleiner und großer Dinge, denen ich ob ihrer scheinbaren Alltäglichkeit viel zu selten meine Aufmerksamkeit widme. Heute nehme ich mir einen bequemen Sessel und ein gutes Getränk und mache es mir vor meinem Fenster gemütlich.

Ich schaue mir genau an, was es da zu sehen gibt: Wie ist das Wetter denn genau? Kann ich den Himmel sehen? Fliegen Vögel vorbei? Sehe ich auf eine Straße, auf eine belebte Szene oder ist da vor allem Natur zu sehen? Mein Blick folgt dem Blatt, das langsam, wie tänzelnd, von einem Baum fällt. Der Wind lässt die Fähnchen am Zaun flattern. Eine Kinderschar zieht in bunten Schneeanzügen lachend vorbei. Der Meisenknödel des Nachbarn lockt immer wieder Vögel an, die kurz Rast machen und dann weiter fliegen. Die Schneereste am Fensterbrett sind zu interessanten Mustern erstarrt. Der Regen zieht eine schöne Spur über die Fensterscheibe.

Ich sitze gemütlich im Warmen und schenke den kleinen Wundern vor meinem Fenster meine ganze Aufmerksamkeit.

Dauer: 15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Geschehnissen vor dem Fenster auch mehr.

Gute Unterhaltung!

Freitag, 10. Dezember 2010

10.12.: In die Entspannung gehen


Zutaten: keine erforderlich

Rezept: Gehen kann sehr entspannend wirken, doch wird es oft nur dafür genutzt - möglichst schnell – von A nach B zu kommen. Gemütliches Spazierengehen hat schon alleine dadurch eine erholsame Wirkung, dass es einerseits dem Körper Rhythmus gibt und andererseits Aufmerksamkeit für den Weg verlangt. Eine neue, ungewohnte oder eine besonders schöne Umgebung lenken dann den Geist leicht ab von allem, was mich sonst nicht loslässt.

Heute nehme ich mir Zeit, mich drinnen ganz dem Gehen zu widmen. In Socken oder gar barfuß gehe ich los, wahrscheinlich im Kreis. Ich verlangsame den Schritt immer mehr und konzentriere mich auf meine Fußsohlen: Wie fühlt sich das an, wenn ich die Füße bewusst von den Fersen bis zu den Zehen abrolle?

Im Tai Chi mache ich mir dazu das Bild, dass ich über die Fußsohlen (z.B. über einen Punkt, der „Sprudelnde Quelle“ genannt wird) Energie aufnehme und abgebe. Jedes Mal, wenn der Fuß fest auf dem Boden steht, gebe ich demnach überschüssige und verbrauchte Energie ab; wenn ich die Fußsohle leicht abhebe nehme ich frische Energie auf.

Ich probiere meine Schritte so sehr zu verlangsamen, dass ich für jeden einzelnen eine ganze Minute brauche. Ich spiele mit verschiedenen Körperhaltungen: Gebücktes gehen, aufrecht und stolz, mit Hüftschwung, beschwingt, ...

Zum Abschluss bleibe ich noch eine Weile stehen und spüre in meinem Körper der Bewegung nach.

Dauer: 15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Ausdauer auch mehr.

Gutes Genießen!

Donnerstag, 9. Dezember 2010

9.12.: Einfach nachschlagen


Zutaten: Ein Buch – das aktuelle Lieblingsbuch oder ein zufällig ausgewähltes

Rezept: In Büchern finden sich jede Menge Weisheiten und Impulse. Es muss nicht immer ein Sachbuch, ein Selbsthilfebuch oder das "Buch der Bücher" sein, um mich zum Nachdenken zu inspirieren.

Ich nehme ein beliebiges Buch heran, überlege mir eine Zahl zwischen eins und 360 (z.B. der eigene Geburtsmonat mit dem –tag multipliziert - so viele Seiten haben die meisten Bücher) und schlage das Buch auf dieser Seite auf. Dann wähle ich die Zeile mit Hilfe einer zweiten Zahl, z.B. meiner Hausnummer, meinem Alter, ...
Ich lese den nächsten Satz an dieser Stelle und setze ihn in Bezug zu meinem Leben, zu Fragen, die mich zurzeit beschäftigen.

Ähnlich kann auch ein „Wort des Tages“ gewählt werden: Einfach in einem Buch, vielleicht in einem Wörterbuch, ein beliebiges Wort auswählen und dazu meditieren. Anregen lassen und schauen, was mit Hilfe von Fantasie und Assoziation kommt.

Dauer: 15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Anregungen auch mehr.

Viel Spaß!

Mittwoch, 8. Dezember 2010

8.12.: Meine Erfolgsgeschichte


Zutaten: Erinnerung, Papier, Stift

Rezept: Mein bisheriges Leben ist schon sehr erfolgreich verlaufen. Heute möchte ich das und vor allem meine eigene Leistung daran würdigen. Ich denke über mein Leben nach und sammle in einer ersten Runde alles, was mir an Erfolgen einfällt: Da waren vielleicht offiziell anerkannte Leistungen dabei wie gute Noten in der Ausbildung oder Siege in sportlichen Wettbewerben. Da tauchen Erinnerungen auf an erfolgreich gemeisterte Krisen, an Lernerfolge, an Dinge, die ich mir mit Übung zur guten Gewohnheit gemacht habe. Da freue ich mich über gelungene Beziehungen, gewonnene Wetten und über all die großen und kleinen Siege gegen den inneren Schweinehund. Manches ging ganz leicht, etliches war schwere Arbeit.

Dann suche ich mir die größeren/wichtigeren Erfolge heraus und denke darüber nach, welche meiner Stärken zu diesem Erfolg geführt haben. Bescheidenheit ist fehl am Platz, ich richte den Fokus auf meine eigene Leistung, auf meinen Anteil am Erfolg. Zu jedem Erfolg haben mehrere Stärken von mir beigetragen, diese schreibe ich mir alle auf.

Ich danke dem Leben, das es gut mit mir meint, und ich danke mir selber: Ich bin voller Talente und freue mich darüber. Ich feiere meine Erfolge! Diese Erfolgslisten kann ich mir immer wieder herholen, um mich selbst zu stärken und anzufeuern, und ich kann sie laufend erweitern.

Dauer: 15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Erfolgserinnerungen auch mehr.

Gutes Erfolge feiern!

Dienstag, 7. Dezember 2010

7.12.: Der Nase nach!


Zutaten: Alles, was in der eigenen Wohnung gut riecht

Rezept: Der Advent duftet: Nach Lebkuchen, Zimt, Nelken, Mandarinen, … Den Geruch von gerade ausgeblasenen Kerzen verbinden viele das ganze Jahr über mit Weihnachten. Der Geruchssinn wirkt sehr schnell und direkt, ein Duft kann Erinnerungen hervorrufen und auch sehr einfach Wohlbefinden erzeugen.

Heute gehe ich mit der Nase voran durch die Wohnung, auf der Suche nach Wohlgerüchen. Zuerst bereite ich meine Nase darauf vor, indem ich mit den Daumen der Länge nach die Nasenflügel warm reibe. Dann mache ich mich auf: Zum Schrank mit den Parfums, zur Lade mit den Tees und dem Kaffee, zum Gewürzregal. Kann ich alle Gewürze am Duft erkennen?

Die aufsteigenden schönen Erinnerungen bekommen Raum. Ich zerreibe Lavendelblüten aus dem Urlaub und denke an den Sommer. Das Glühweingewürz erinnert mich an eine nette Feier mit FreundInnen vor zwei Jahren. Der Lebkuchenduft macht bei mir allgemein gute Laune.

Zum Abschluss stelle ich mir ein Duftglas auf den Schreibtisch: Ein Einmachglas, z.B. mit Rosmarinnadeln, mit dem ich zwischendurch auf eine kleine Duftreise gehen kann.

Dauer: 15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Düften auch mehr.

Genüssliches Dufterleben!

Montag, 6. Dezember 2010

6.12.: Freude verschenken


Zutaten: Fantasie und alles, was für die eigene Idee nötig ist

Rezept: Ich beschenke mich heute, indem ich jemand anderem eine Freude mache. Sowohl beim christlichen Brauch des Nikolaus als auch beim jüdischen Fest Chanukka geht es unter anderem auch darum, andere zu beschenken. Wem in meinem Umfeld möchte ich heute etwas Gutes tun? Hier ein paar Ideen zur Anregung der Fantasie: Einen Brief an meine Tante schreiben. Meinem Bruder Blumen ins Büro bringen. Dem Arbeitskollegen einen Schokonikolo auf den Tisch stellen. Die Chefin auf einen Punsch einladen. Den Partner mit einer Massage überraschen. Die Freundin im Ausland anrufen. Mit der Tochter einen Schneemann bauen. Der Nachbarin einen Weihnachtsstern bringen …

Dauer: 15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Idee auch mehr.

Gutes Freude teilen!


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