Freitag, 9. Dezember 2011

9.12.: Kreativ statt Chaos


Zutaten: Keine erforderlich, was gerade da ist

Rezept: Manchmal stecke ich fest, kann meine Gedanken nicht mehr schweifen lassen und fühle mich planlos. Wenn es im Kopf - oder auch im Gefühlsleben - gar arg chaotisch zu geht, dann hilft Aufräumen im Außen.
Weil ich das Aufräumen aber aus gutem Grund vor mir her schiebe (Keine Lust! So viel Arbeit!), nehme ich mir heute einfach genau 15 Minuten dafür Zeit, zumindest einem Stapel zuleibe zu rücken. Und wenn ich dann täglich eine Viertelstunde dafür nütze...

Ich reduziere die unaufgeräumten Bereiche Schritt für Schritt auf drei, zwei, eine "Chaosecke". Damit schaffe ich nicht nur Platz für Neues, sondern ermögliche vor allem Frei-Raum für meine Kreativität.

Dauer: 15 Minuten, je nach vorhandenem Chaos und verfügbarer Zeit auch mehr.

Viel Spaß beim Freiräumen!

Donnerstag, 8. Dezember 2011

8.12.: Meine Schutzhülle

Zutaten: Keine erforderlich; evtl. ein „magischer Gegenstand“ in passender Farbe

Rezept: Es gibt immer wieder Dinge, gegen die ich mich gerne abgrenzen würde um mich zu schützen. Abgrenzen benötigt aber Energie die ich nicht immer in ausreichendem Maße zur Verfügung habe oder schlicht und einfach genau für diese Sache nicht aufwenden möchte.

Ich übe mich deshalb in Durchlässigkeit: Dazu mache ich mir das Bild, dass der Ärger meines Gegenübers, die unangenehme Energie, die schlechte Stimmung einfach durch mich durch geht, ohne Spuren zu hinterlassen.

Hilfreich kann dazu das Bild einer Schutzblase sein: Ich stelle mir vor, dass ich in einer für die anderen unsichtbaren Blase geschützt bin. Diese ist semi-permeabel, also halb-durchlässig, und ich alleine kann bestimmen, was herein kommt und was nicht. Hinaus kann alles, ich werde also von den anderen gut wahrgenommen und gehört.

Ich übe in entspanntem Zustand mir dieses Bild her zu holen, damit es mich im Bedarfsfall unterstützt. Vielleicht hat meine Schutzblase einen Farbton, ähnlich einer gefärbten Seifenblase. Ein kleiner Gegenstand in dieser Farbe dient mir als Erinnerung daran - oder ich stelle mir überhaupt vor, dass ich mittels dieses Gegenstandes die Schutzblase gleichsam einschalten kann.

Dauer: 15 Minuten, je nach Detailliertheit des Bildes und verfügbarer Zeit auch mehr.

Viel Vergnügen bei der Ausgestaltung des Bildes

Mittwoch, 7. Dezember 2011

7.12.: Guten Morgen!

Zutaten: Papier, Stift, Klebestreifen

Rezept: So ein Sonntagmorgen ist schon etwas Wunderbares! Da schlafe ich lange, bis ich von selbst erwache statt durch den Wecker, bestens erholt natürlich! Dann nehme ich mir Zeit für ein ausgedehntes Frühstück mit Milchkaffee, frischgepresstem Orangensaft und allerlei kulinarischen Leckereien.

Oder ich gehe schon vor dem Frühstück eine Runde spazieren, praktiziere Tai Chi oder Yoga, sitze in meditativer Stille. Nehme ein Bad oder verwöhne mich mit dem fruchtigen Duschgel. Kuschle mich noch einmal unter die Decke oder an meineN LiebsteN. Schreibe gleich im Bett noch meine Träume auf oder ein paar Seiten in mein Tagebuch. Lese einen erbaulichen Text, die Tageszeitung oder tanze zu meinem Lieblings-Gute-Laune-Lied durch die Wohnung.

Da es so viel mehr Wochentags- als Wochenend-Morgen gibt, überlege ich mir heute, wie der perfekte Start in den Tag für mich ausschauen würde. Dann nehme ich fünf Punkte daraus, die sich auch unter der Woche umsetzen lassen. Diese schreibe ich in Schönschrift auf ein Blatt Papier und hänge es an eine Stelle wo ich es in der Früh gleich sehe: In den Kleiderschrank, auf die Tür zum Badezimmer, auf den Kühlschrank. Damit erinnere ich mich daran, dass auch unter der Woche ein guter Start in den Tag gelingen kann.

Dauer: 15 Minuten, je nach Sonntagstraum und vorhandener Zeit auch mehr.

Einen wunderschönen guten Morgen!

Dienstag, 6. Dezember 2011

6.12.: Augen-Yoga

Zutaten: Keine erforderlich.

Rezept: Es gibt Tage, an denen ich viele Stunden vor dem Computer sitze oder sehr lange in einem Buch lese. Dabei ermüden die Augen und auch meine Konzentration lässt nach einiger Zeit zu wünschen übrig.

Darum gönne ich mir heute Augen-Yoga: Dafür setze ich mich gemütlich hin und suche mir einen Punkt an der Wand, zumindest zwei Meter von mir entfernt. Ich strecke den Arm gerade von mir und recke den Daumen in die Höhe. Dann kann es los gehen: In der ersten Runde wechselt mein Blick zwischen dem Punkt an der Wand und meinem Daumen, rasch und mehrmals hintereinander. Dann schließe ich die Augen und spüre nach.

Als nächstes schaue ich auf meine Nasenspitze und wechsle zwischen meiner Nase und dem Daumen; auch das wiederhole ich ein paar Mal. Anschließend folgt wieder eine kurze Ruhepause mit geschlossenen Augen.

In der nächsten Runde lasse ich meinen Blick zwischen meiner Nasenspitze und dem Punkt an der Wand hin und her sausen. Augen schließen und nachspüren.

Für die Abschlussrunde wechsle ich nun unregelmäßig zwischen allen drei Punkten: dem an der Wand, meiner Nasenspitze und dem Daumen. Daumen – Nase – Daumen – Wand – Nase – Daumen – Nase –Wand – Daumen - Nase – Wand – Daumen – Nase …

Zu guter Letzt sitze ich mit geschlossenen Augen und komme zur Ruhe. Dann reibe ich meine Augen liebevoll und danke ihnen für ihre guten Dienste.

Dauer: 15 Minuten, je nach verfügbarer Zeit und Spaß auch mehr.

Gute Augenblicke!

Montag, 5. Dezember 2011

5.12.: Fröhliches Kästchendenken


Zutaten: Kariertes Papier, Stift

Rezept: Wenn es so richtig rund geht, drehen sich auch meine Gedanken immer weiter – manchmal bis in den Schlaf und in meine Träume. Damit ich abschalten kann, brauche ich in solchen Momenten eine Aufgabe, mit der ich meinen Geist besänftige.

Dazu wähle ich heute ein kariertes Blatt Papier als Ausgangsmaterial und dann lege ich los: Ich male mit jedem zweiten Kästchen eine andere Gestalt: Ein Lebkuchenhaus, ein Geschenkspackerl, ein Feuerwehrauto, ein Briefkuvert,…

Ich höre damit auf, wenn das Blatt voll oder der Arbeitsspeicher meines Kopfes leer ist. Zum Abschluss male ich je nach Belieben das Ganze noch mit bunten Farben aus.

Dauer: 15 Minuten, je nach Größe des Blattes und nach vorhandener Zeit auch mehr.

Viel Spaß beim Malen!

Sonntag, 4. Dezember 2011

4.12.: Genau hinhören

Zutaten: keine erforderlich

Rezept: Die meisten von uns sind vor allem unter der Woche zu fast jedem wachen Zeitpunkt von zahlreichen Sinneseindrücken gleichsam überschwemmt.

Heute nehme ich mir eine Viertelstunde Zeit, um die anderen Sinne auszublenden und mich ganz auf mein Gehör zu verlassen. Ich wähle einen gemütlichen Platz, an dem ich ungestört sitzen kann, und schließe die Augen.

Was höre ich rund um mich? Der Wasserhahn des Nachbarn quietscht. Irgendwo bellt ein Hund. Der Regen klopft an mein Fenster. Der Wind heult um das Haus. Der Heizkörper rauscht. Irgendwo nebenan hört jemand ein Weihnachtslied.

Was höre ich in mir? Mein Atem pfeift ein bisschen. Ich höre das Blut in den Ohren rauschen. In meinem Bauch gluckst es. Mein Herz klopft kräftig und gleichmäßig. Was sagt meine innere Stimme?

Nach einiger Zeit fühlt es sich an, als würde sich der Raum um mich herum weiten und auch der Raum in mir scheint größer zu werden. Ich sage mir etwas Liebes zum Abschluss und komme gut im Hier und Jetzt an.

Dauer:
15 Minuten, je nach akustischen Eindrücken und vorhandener Zeit auch mehr.

Genüssliches Lauschen!

Samstag, 3. Dezember 2011

3.12.: Ich als Superheld*in

Zutaten: Papier, Stifte, evtl. alte Zeitschriften, Schere und (Super;-)Kleber

Rezept: Ich fertige heute ein Selbstportrait von mir an – ich als Superheld*in! Ich beginne damit, meine Gestalt in schönsten Farben zu malen oder passende Teile aus einer Zeitschrift auszuschneiden und als Collage zu Papier zu bringen. Dabei lasse ich falsche Bescheidenheit außen vor und betone stattdessen meine Vorzüge: Meine gute Frisur, meine held*innenhafte Haltung, die Mensch gewordene innere Schönheit.

In weiterer Folge statte ich mein Selbstbildnis aus mit allen Details die zur Darstellung meiner Stärken und Superfähigkeiten nötig sind: Die coole Brille für den Durchblick, die Glühbirne über dem Kopf für meine guten Einfälle, das Superheld*innen-Cape mit dem ich rasch zur Stelle sein und im Fall des Falles meine Mitmenschen wärme und schütze,…

Ich mache keinen Hehl aus meinen zahlreichen guten Eigenschaften, betone was da ist und verstärke, was sein könnte. Beschriftung der einzelnen Teile kann mir und anderen als Gedächtnisstütze dienen.

Zu guter Letzt montiere ich das Bild gut sichtbar an meinem Spiegel oder versteckt in meiner Kastentür, wo ich täglich heimlich daran erinnert werden, was ich für ein*e tolle*r Held*in bin!

Dauer: 15 Minuten, je nach Superfähigkeiten und vorhandener Zeit auch mehr.

Du bist SUPER!