Freitag, 16. Dezember 2011

16.12.: Die Liste meiner Unterstützer*innen


Zutaten: Ein Blatt Papier (A4), Schreibstift

Rezept: Ich kann und muss nicht alles alleine machen, Unterstützung kommt von vielen verschiedenen Seiten. Heute führe ich mir vor Augen, was mir davon jetzt helfen kann.

Ich nehme das Blatt Papier, lege es quer vor mich und falte es in der Mitte, so dass ich ein A5-Format vor mir liegen habe. Darauf schreibe ich nun untereinander, Punkt für Punkt, wobei und in welchen Bereichen ich Unterstützung brauchen kann – egal, ob beruflich oder privat. Dazu nehme ich mir so viel Zeit, wie ich benötige.

Ich brauche Unterstützung bei
• Der Reparatur meines Fahrrads
• Dem Weihnachtsputz
• Einer Einschulung in Excel
• …

Dann drehe ich das Blatt um, so dass erneut eine unbeschriebene A5-Seite vor mir liegt. Auf diese schreibe ich nun untereinander, Punkt für Punkt, alle Personen, Einrichtungen etc. von denen ich Unterstützung bekommen kann – unabhängig davon, was auf der ersten Seite steht.

Hier gibt es Unterstützung:
• Meine Familie
• Meine beste Freundin
• Ich
• Externe ExpertInnen
• Externe Hilfskräfte
• …

Im dritten und letzten Schritt klappe ich das Papier wieder auf und verbinde, was zusammen passt. Manche Dinge lassen sich gleich mit mehreren Unterstützungsmöglichkeiten verbinden. Für vieles gibt es genau ein passendes Gegenstück. Manches wird unverbunden bleiben.

Wenn Bereiche offen bleiben, wo ich Unterstützung benötige, dann überlege ich mir, wer mir dabei helfen kann. In meinem Umfeld gibt es sicher jemanden mit der passenden Auskunft.

Ich hole mir Unterstützung!

Dauer: 15 Minuten, je nach Fülle an Einfällen und verfügbarer Zeit auch mehr.

Wir unterstützen Dich!

Donnerstag, 15. Dezember 2011

15.12.: Hauch des Lebens

Zutaten: Keine erforderlich

Rezept: Atmen ist eine Grundvoraussetzung für Leben. Was meist unbewusst vonstattengeht, bekommt heute meine Aufmerksamkeit. Stress erkenne ich an mir selbst oft durch Kurzatmigkeit. Tief durchatmen hat schon so manch brenzlige Situation entschärfen geholfen. Auch metaphorisch und bildhaft wird die Atmung immer wieder verwendet: Für manche meiner Ziele benötige ich einen besonders langen Atem; manches nimmt mir schier die Luft zum Atmen.

Atemübungen helfen bei der Entspannung und können ohne großen Aufwand nahezu überall gemacht werden.
Ich konzentriere mich auf meinen Atem: ein – aus – ein – aus.
Dann lasse ich meinen Atmen einfach fließen und beobachte mich dabei: Ich spüre, wie sich die Bauchdecke hebt und senkt, wie der Brustkorb sich ausweitet. Ich mache mir ein Bild davon, wie durch die Atmung mein ganzer Körper versorgt wird mit allem, was er gerade braucht: Dazu kann ich in Gedanken den Weg des Atems verfolgen bis in die Zehenspitzen - die Fußsohle - die Ferse etc.

Dann zähle ich beim Ausatmen langsam nach oben, wobei jedes Einatmen von einem „und“ begleitet wird: und (ein) – eins (aus) – und (ein) – zwei (aus) – und (ein) – drei (aus) – und (ein) – vier (aus) – und (ein)

Dauer: 15 Minuten, je nach Bedarf und vorhandener Zeit auch mehr.

Tief durchatmen!

Mittwoch, 14. Dezember 2011

14.12.: Herbergssuche

Zutaten: Keine erforderlich

Rezept: Kürzlich habe ich von einer Herbergssuche der anderen Art gehört, die für heute gut passt: Ich überlege mir, was "Heimat" für mich heißt.

Ist es der Ort, wo ich her komme? Der, an dem ich jetzt lebe? Was ist der Unterschied für mich zwischen Herberge und Heimat? Gab es schon andere Heimaten für mich? Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit ein Ort Heimat sein kann für mich? Sind es geografische Faktoren oder emotionale? Ist Heimat ein physischer Ort oder ein Gefühlszustand? Hängt Heimat mit Beziehungen zusammen, mit Menschen? Welche Bilder von Heimat kommen mir in den Medien unter?

Ich bin in mir gut beheimatet. Wenn ich möchte, schreibe ich meine Gedanken dazu auf.

Dauer: 15 Minuten, je nach Fülle an Überlegungen und verfügbarer Zeit auch mehr.

Heimeliges Wohlfühlen!

Dienstag, 13. Dezember 2011

13.12.: Botschaften für mich!

Zutaten: Stift, mehrere (Klebe-)Zettel

Rezept: Ich finde mich super, mag mich gerne. Leider ist mir das nicht immer ganz klar und es kann schon passieren, dass ich mich selber – in Gedanken oder laut – schimpfe und Ärgeres nenne, als ich es je mit anderen tun würde. Damit ist jetzt Schluss!

Wann immer ich mich dabei beobachte, unfreundlich zu mir selbst zu sein, halte ich inne. Ich schau mir an, worüber ich mich geärgert habe und suche den positiven Kern meines Verhaltens. Schließlich gibt es immer einen Grund, warum ich etwas so und nicht anders mache! Ich entschuldige mich bei mir und bin wieder freundlich zu mir.

Um meine positive Grundhaltung mir selber gegenüber zu stärken, schreibe ich mir viele liebe Botschaften auf verschiedene Zettel. Diese verteile ich dann in meiner Wohnung, klebe sie in den Kalender oder verstecke sie in meinen Sachen. Damit stoße ich im Alltag immer wieder auf Nettigkeiten, die ich mir selber geschrieben habe: Ich mag mein Lachen. Ich bin so ein positiver Mensch. Mit mir kann ich richtig gut Spaß haben. Ich heitere Menschen in meiner Umgebung auf. Wenn ich in einen Raum komme, geht die Sonne auf. Ich koche so gut! Ich bin wunderbar! Ich mag mich sehr!

Dauer: 15 Minuten, je nach Menge an lieben Botschaften und vorhandener Zeit auch mehr.

Du bist wunderschön, innen wie außen!

Montag, 12. Dezember 2011

12.12.: Meine malerische Umgebung

Zutaten: Papier, Malstifte

Rezept: Ich widme meine Aufmerksamkeit heute meiner direkten Umgebung. Dazu nehme ich ein Blatt Papier und einen Stift und lege los: Ich male was direkt vor mir liegt, so detailliert wie möglich. Ein Stillleben des Alltags entsteht. Wenn ich möchte, male ich das Ganze dann noch an, in realitätsgetreuen Farben oder ganz fantastisch.

Eine kleine Achtsamkeitsübung für zwischendurch die mir hilft, meinen Geist zu zähmen. Schön habe ich es hier!

Dauer: 15 Minuten, je nach Details meiner Darstellung und vorhandener Zeit auch mehr.

Viel Spaß beim Malen!

Sonntag, 11. Dezember 2011

11.12.: Sehr berührend

Zutaten: Möglichst viele verschiedene Materialien

Rezept: Von meinen Sinnen schenke ich dem Tastsinn am wenigsten Aufmerksamkeit. Heute ist das anders! Ich suche in meiner Umgebung möglichst viele verschiedene Materialien und Oberflächen zusammen und befühle diese dann mit geschlossenen Augen, eins nach dem anderen.

Der Samtstoff ist schön weich, ebenso der Fleece-Pullover. Das Frottee-Handtuch ist ein bisschen rau, genau wie ich es mag. Die Holzschale fühlt sich ganz anders an als das Glas, eine Aluminiumdose anders als die Textiltapete an der Wand. Ich zerreibe ein trockenes Blatt zwischen den Fingern, lasse Sand durchrieseln oder wühle in einem Teller mit getrockneten Bohnen.

Ich fühle weiche, glatte, raue, strukturierte Oberflächen und spüre, ob sie kalt oder warm sind oder ob sie vielleicht erst kühl sind und dann mit meiner Körperwärme schnell wärmer werden.

Fühlt es sich anders an, ob ich das Material mit der Handfläche, dem Handrücken oder der Wange ertaste? Vielleicht ziehe ich auch meine Socken aus und probiere es mit den Fußsohlen. Manche Oberflächen lassen mich kalt, ein paar finde ich direkt unangenehm, andere spüre ich sehr gerne und sie verursachen ein wohliges Gefühl.

Ich überlege, wie ich mehr angenehme taktile Reize in meinen Alltag einbauen kann, so dass ich mich selbst über meinen Tastsinn verwöhne. Das hat den wohltuenden Effekt einer kleinen Massage zwischendurch oder des gestreichelt werdens, ganz für mich.
Ich gestalte mir meine Umgebung angenehm und genieße!

Dauer: 15 Minuten, je nach Vielfalt an Materialien und verfügbarer Zeit auch mehr.

Genießerisches WohlFÜHLEN!

Samstag, 10. Dezember 2011

10.12.: Die Königin erwacht

Zutaten: Keine erforderlich

Rezept: Kinder können wunderbar "so tun als ob", aber auch uns Erwachsenen tut das gut. Heute schlüpfe ich in die Rolle einer Königin (oder eines Königs) und stelle - an einem ungestörten Ort und einfach für mich selbst - die folgenden Szenen dar:

Die Königin erwacht aus einem wunderbar erholsamen Schlaf, sie streckt sich und reckt sich. Nach dem Waschen und Ankleiden nimmt sie vom Kammerdiener huldvoll ihr Frühstück entgegen, dann begibt sie sich ans Fenster: Dort unten steht bereits das Volk. Die Königin grüßt königlich, das Volk jubelt!

Der Königin ist heute nach einem Ausflug allein zumute, weswegen sie zu ihrem Boot geht. Sie rudert über den See zu einer einsamen Insel, wo sie durch den Wald lustwandelt. Sie nascht Beeren, pflückt Schwammerl und Blumen und legt diese in ihren Korb. Dann rudert sie zurück.

Bei ihrer Rückkehr wird die Königin bereits sehnsüchtig vom jubelnden Volk erwartet. Die Königin grüßt, küsst kleine Kinder, nimmt Blumen entgegen, lächelt in die Kameras der FotografInnen. Dann kommt das königliche Orchester und spielt ihre Lieblingsmusik, die Königin tanzt ausgelassen.

Sie kehrt zurück in ihr Schloss, grüßt noch einmal das jubelnde Volk, dann legt sich die Königin selig lächelnd hin, um wieder zu schlafen.

Sich die Geschichte vor zu stellen, kann schon erheiternd wirken. Das Ganze pantomimisch darzustellen hat jedoch eine deutlich belebende Wirkung.

Dauer: 15 Minuten, je nach Tagesablauf der Königin und vorhandener Zeit auch mehr.

Königliches Genießen!