Montag, 21. März 2011

Meine Werkzeugkiste

Es gibt so viele spannende Bücher, interessante Methoden und immer wieder neue Ansätze für all die persönlichen Fragestellungen: Wie kann ich Stress abbauen, wie meine Zeit besser managen, wie finde ich heraus was ich will und auf welchem Weg kann ich es dann möglichst schnell erreichen,...

Ich lese gerne was Kolleg*innen und Menschen aus anderen Sparten an Ideen teilen, welche Anleitungen und Anregungen sie geben. Zum einen bin ich ja auch selber Lernende, habe immer wieder Bereiche in denen ich Impulse benötige.
Zum anderen finde ich des Öfteren Übungen die ich in meiner Arbeit einsetzen kann: Bei der Moderation eines Teamtages, in der Begleitung eines Teamprozesses, im Gendertraining, im Mentoring, beim Coaching im Einzelsetting und in der Gruppe.

Was mir dabei auffällt: Die Versuchung ist groß, immer wieder neue Methoden zu bekommen um damit die eigene Sammlung zu vergrößern. Dabei wird der wesentliche Punkt aber gern vergessen - das alles sind nur Werkzeuge.

Werkzeuge, die eingesetzt, angewandt werden müssen und zwischendurch gut gepflegt. Was nützt es mir wenn meine Werkzeugkiste immer größer wird, ich das passende Stück aber nicht mehr finden kann? Da ist es besser die Werkzeugkiste zu entrümpeln; ich schaue, was sich so angesammelt hat, welche Werkzeuge früher schon gut geholfen haben und welche noch kaum benützt sind, aber grad jetzt brauchbar sein könnten.

Neue Bücher, Kurse und ähnliche Lieferant*innen verwende ich erst mal zum Gustieren. Wenn bei einer neuen oder wiederkehrenden Fragestellung die ursprüngliche Sammlung nicht das Passende bereithält, wähle ich dann gezielt ein neues Werkzeug aus, mit dem ich meine gut bestückte und gepflegte Werkzeugkiste komplettiere.

Vielleicht möchte ich das eine oder andere Werkzeug lieber noch mal mit jemand anderem ausprobieren, unter Anleitung die richtige Verwendung üben, oder gar in einer Gruppe damit arbeiten.

Viel Spaß beim Frühjahrsputz der Methodensammlung!

Freitag, 31. Dezember 2010

31.12.: Vertrag mit mir selbst

Zutaten: Schreibzeug – gern das Feinere, Festliche

Rezept: Huiwui, schon geht das Jahr zu Ende. Ein Jahr, in dem ich aus der Fülle schöpfen durfte. Ein Jahr volle neuer Begegnungen, schöner Momente und auch garniert mit nicht so Erfreulichem, an dem ich dafür gut lernen und wachsen konnte.

Vieles habe ich gut gemacht in diesem Jahr und doch habe ich auch einiges, das ich im kommenden Jahr noch besser machen möchte. Neujahrsvorsätze haben – zu Recht? -einen schlechten Ruf als zu unverbindlich. Ich habe aber nur mein Bestes im Sinn, deshalb möchte ich einen Vertrag abschließen mit mir selbst!

Zuerst mache ich eine Liste mit all den Dingen, die ich mir für das kommende Jahr vornehme: Nur mehr zweimal pro Woche Fleisch essen, nicht mehr rauchen, jeden Tag zehn Minuten Stille oder eine Runde Tai Chi, mindestens viermal pro Woche vor zehn Uhr ins Bett gehen, jeden ersten Samstag im Monat als Kulturtag gestalten mit Museumsbesuch oder Konzert, jeden Tag zumindest eine Viertelstunde Zeit für mich selbst und mein Wohlbefinden, …

Dann wähle ich die Dinge aus, die mir am Wichtigsten sind und die mir auch realisierbar erscheinen. Mit diesen setze ich einen Vertrag mit mir auf, zum Beispiel so:

Ich, ______________ , genieße das kommende Jahr 2011 in vollen Zügen. Ich werde gut zu mir sein und mich immer wieder daran erinnern, dass mein Wohlbefinden die beste Grundlage dafür ist, anderen Gutes zu tun.

Ich werde mich besonders um die folgenden Bereiche kümmern, indem ich …

Ich werde die notwendigen Veränderungen in meinem Leben machen, um meine Ziele zu erreichen und ich werde meine FreundInnen und meine Familie bitten, mich dabei zu unterstützen.

Ich bin nachsichtig und milde zu mir, wenn es nicht gleich und leicht geht, und mich mit frischem Mut erneut daran machen, meine Ziele zu erreichen. Ich bin gut zu mir selbst.

Dieser Vertrag ist mir wichtig, weil ich mir wichtig bin.

Unterschrift:

Datum:


Dauer: 15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Vorhaben auch mehr.

Einen guten Start ins Neue Jahr!

Donnerstag, 30. Dezember 2010

30.12.: Mein Hausbrauch

Zutaten: erst mal keine erforderlich, dann je nach Idee

Rezept:
Ich kümmere mich heute um einen Hausbrauch für mich: Dazu kann ich einen alten (und vergrabenen) Hausbrauch wiederbeleben oder einen neuen kreieren. Welche Bräuche, welche Rituale gab es in meiner Kindheit? Was davon hat mir besonders gut gefallen? Waren mir damals welche fremd oder gar peinlich, denen ich in der Zwischenzeit durchaus etwas abgewinnen kann?

Welchen Hausbrauch möchte ich ganz neu einführen? Ein Gästebuch oder eine Bilderwand, auf der alle meine BesucherInnen dokumentiert sind; ein Wunschglas, in das ich regelmäßig das Kleingeld aus meinem Börsel entleere; das allabendliche Einschlaflied – ganz für mich allein oder für alle meine Familienmitglieder/MitbewohnerInnen; vor dem Essen ein Tischgebet sprechen oder ein nicht-konfessionelles Pendant dazu; am Freitag Fisch statt Fleisch; zu Jahresende einen fixen Teil des Jahreseinkommens anonym spenden; …

Nach der Ideensammlung und –auswahl kann ich die Details dazu aufschreiben, den neuen Hausbrauch anderen mitteilen oder einfach gleich damit loslegen.

Dauer: 15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Ideen auch mehr.

Viel Spaß mit dem persönlichen Brauchtum!

Mittwoch, 29. Dezember 2010

29.12.: Mein Jahresrückblick 2010

Zutaten: Mein Kalender von 2010, evtl. Tagebuch, Schreibzeug

Rezept: Ich mache meinen persönlichen Jahresrückblick: Zuerst überlege ich „freihändig“, also ohne Erinnerungsstütze, was die Höhepunkte und was die Tiefpunkte von 2010 waren. Dann blättere ich meinen Kalender durch und vielleicht auch mein Tagebuch. Was war alles los in diesem Jahr? Monat für Monat schaue ich mir an und finde jeweils einen Titel dafür: Ein Wort, ein Satz, ein Zitat, um jeden Monat zu bezeichnen. Ich ergänze die Liste der außergewöhnlichsten Ereignisse und küre zum Abschluss meinen schönsten Moment 2010.

Dauer:
15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Fülle der Erlebnisse auch mehr.

Schönes Rückblicken!

Dienstag, 28. Dezember 2010

28.12.: Mehr als nur ein Name

Zutaten: Papier und Stifte, evtl. alte Zeitschriften, Schere und Kleber

Rezept: Ich schreibe meinen Namen groß auf ein Papier und finde dann zu jedem Buchstaben meines Namens ein zu mir passendes Wort. Das können meine Interessen sein oder Eigenschaften, die mich beschreiben; Dinge, die ich mir für das kommende Jahr wünsche oder Namen von Menschen, die mir besonders wichtig sind.

Ich nehme mir nach den ersten Skizzen die Zeit, all das in schön verzierten Buchstaben zu malen. Oder ich schneide die erforderlichen Teile aus alten Zeitschriften aus und klebe diese auf. Ich mache das nur für meinen Vor- oder für Vor- und Nachnamen und wenn ich noch Zeit und Muße dazu habe, gestalte ich das passende Namensbild auch für einen anderen lieben Menschen.

Dauer: 15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Länge des Namens auch mehr.

Viel Spaß beim Gestalten!

Montag, 27. Dezember 2010

27.12.: Die gute Fee und ich

Zutaten: Schreibzeug

Rezept: Heute lasse ich die Gute Fee zu mir kommen: Erst stelle ich mir vor wie sie aussieht und wie sie ihren Auftritt gestaltet. Harfenmusik und Sternenstaub oder Fanfare und bunte Konfetti? Aus einer Flasche aufsteigend oder auf einem Pferd heran galoppierend? Im historisch anmutenden Kostüm oder im Hosenanzug?

Dann überlege ich mir drei Wünsche die ich an die Gute Fee habe. Ich schreibe mir auf wie es ist, wenn diese Wünsche in Erfüllung gegangen sind: So tun als ob.

Zu guter Letzt kann ich meine Wünsche draußen vergraben, in Zaubertinte irgendwohin schreiben oder einfach in meinem Notizbuch festhalten.

Dauer: 15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Wünschen auch mehr.

Gutes Herbeidenken!

Sonntag, 26. Dezember 2010

26.12.: Lieblingsfarbenstillleben


Zutaten: Alles, was ich in meiner Lieblingsfarbe finden kann

Rezept: Ich suche aus allen meinen Sachen diejenigen zusammen, die ganz oder vorwiegend in meiner Lieblingsfarbe sind. Diese arrangiere ich zu einem Stillleben. Wenn ich es nur für kurze Zeit genießen will, kann ich es auf dem Esstisch aufbauen; wenn ich es länger stehen lassen möchte stelle ich es auf der Kommode oder einem extra dafür freigeräumten Regalbrett auf. Ich bewundere es einfach nur oder ich lasse mich davon weiter inspirieren – dann kann ich es fotografieren oder abmalen.

Dauer:
15 Minuten, je nach vorhandener Zeit und Requisiten auch mehr.

Gutes Gestalten!