Sonntag, 4. Dezember 2011

4.12.: Genau hinhören

Zutaten: keine erforderlich

Rezept: Die meisten von uns sind vor allem unter der Woche zu fast jedem wachen Zeitpunkt von zahlreichen Sinneseindrücken gleichsam überschwemmt.

Heute nehme ich mir eine Viertelstunde Zeit, um die anderen Sinne auszublenden und mich ganz auf mein Gehör zu verlassen. Ich wähle einen gemütlichen Platz, an dem ich ungestört sitzen kann, und schließe die Augen.

Was höre ich rund um mich? Der Wasserhahn des Nachbarn quietscht. Irgendwo bellt ein Hund. Der Regen klopft an mein Fenster. Der Wind heult um das Haus. Der Heizkörper rauscht. Irgendwo nebenan hört jemand ein Weihnachtslied.

Was höre ich in mir? Mein Atem pfeift ein bisschen. Ich höre das Blut in den Ohren rauschen. In meinem Bauch gluckst es. Mein Herz klopft kräftig und gleichmäßig. Was sagt meine innere Stimme?

Nach einiger Zeit fühlt es sich an, als würde sich der Raum um mich herum weiten und auch der Raum in mir scheint größer zu werden. Ich sage mir etwas Liebes zum Abschluss und komme gut im Hier und Jetzt an.

Dauer:
15 Minuten, je nach akustischen Eindrücken und vorhandener Zeit auch mehr.

Genüssliches Lauschen!

Samstag, 3. Dezember 2011

3.12.: Ich als Superheld*in

Zutaten: Papier, Stifte, evtl. alte Zeitschriften, Schere und (Super;-)Kleber

Rezept: Ich fertige heute ein Selbstportrait von mir an – ich als Superheld*in! Ich beginne damit, meine Gestalt in schönsten Farben zu malen oder passende Teile aus einer Zeitschrift auszuschneiden und als Collage zu Papier zu bringen. Dabei lasse ich falsche Bescheidenheit außen vor und betone stattdessen meine Vorzüge: Meine gute Frisur, meine held*innenhafte Haltung, die Mensch gewordene innere Schönheit.

In weiterer Folge statte ich mein Selbstbildnis aus mit allen Details die zur Darstellung meiner Stärken und Superfähigkeiten nötig sind: Die coole Brille für den Durchblick, die Glühbirne über dem Kopf für meine guten Einfälle, das Superheld*innen-Cape mit dem ich rasch zur Stelle sein und im Fall des Falles meine Mitmenschen wärme und schütze,…

Ich mache keinen Hehl aus meinen zahlreichen guten Eigenschaften, betone was da ist und verstärke, was sein könnte. Beschriftung der einzelnen Teile kann mir und anderen als Gedächtnisstütze dienen.

Zu guter Letzt montiere ich das Bild gut sichtbar an meinem Spiegel oder versteckt in meiner Kastentür, wo ich täglich heimlich daran erinnert werden, was ich für ein*e tolle*r Held*in bin!

Dauer: 15 Minuten, je nach Superfähigkeiten und vorhandener Zeit auch mehr.

Du bist SUPER!

Freitag, 2. Dezember 2011

2.12.: Eine kleine Kopfmassage

Zutaten: Zwei Hände – die eigenen oder die eines anderen lieben Menschen

Rezept: Heute massiere ich meinen Kopf. Ich probiere aus, was mir gut tut: Mit kleinen Kreisen die Kopfhaut Zentimeter für Zentimeter aktivieren. Liebevoll über meine Haare streichen. Den Nacken kräftig reiben. Mit den Fingerkuppen den ganzen Kopf abklopfen. Meine Stirn glatt streifen. Mit den Händen den Kopf umfassen und die Kopfhaut den Scheitel entlang vorsichtig und kräftig zugleich auseinander ziehen. Mein Gesicht „trocken waschen“. Die Ohren an ihren Rändern von oben nach unten austreifen. Die Augen reiben.
Mein Kopf tut gute Arbeit für mich, heute belohne ich ihn und mich.

Zum Abschluss sitze ich noch ein Weilchen mit geschlossenen Augen und spüre dem wohligen Gefühl nach. Schnurren erlaubt!

Dauer: 15 Minuten, je nach Wohlfühlfaktor und vorhandener Zeit auch mehr.

Gutes Genießen!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

1.12.: Verabredung mit mir

Zutaten: Kalender, Stift

Rezept: Ich möchte diesen Dezember gut für mich nützen, schließlich ist es auch das Beste, was ich für die anderen tun kann: Gut auf mich selbst zu schauen!

Dafür plane ich für die kommenden Wochen Verabredungen mit mir ein: Jeden Morgen treffe ich mich mit mir für zumindest fünfzehn Minuten, um noch vor dem Frühstück ein paar Seiten in mein Tagebuch zu schreiben. Oder ich trage einen Abend in der Woche fix für mich ein, wo ich mir etwas Gutes koche und mich verwöhne. Ich schreibe in den Kalender bis zum Jahresende wöchentliche Treffen mit mir selbst als Besprechung ein; da gehe ich dann für eine Stunde schwimmen oder spazieren. Oder es wird ein täglicher Termin nach Arbeitsschluss, an dem ich diese schönen Weihnachtsgeschichten aus meiner Kindheit wieder lese.

Diese Termine haben höchste Priorität für mich. Ich freue mich darauf, mir zu begegnen!

Dauer: 15 Minuten, ja nach Plänen mit mir und verfügbarer Zeit auch mehr.

Viel Spaß beim Planen!

Freitag, 18. November 2011

Öfter mal was Neues


Okay, ich sehe schon... irgendwann sollte ich hier auch wieder schreiben!
Der Dezember naht und ich kann versprechen, dass es heuer wieder 31 neue Anleitungen für die tägliche Viertelstunde für mehr Lebensbalance gibt! Diese können per Newsletter abonniert werden, aber die Blog-Version hat auch was für sich.

Woran ich sonst gerade bastle? An allerlei kleinen Recycling- und Upcycling-Produkten für einen Adventmarkt kommendes Wochenende. Dort bin ich gemeinsam mit meinen Mitbloggerinnen vom :extrafest-Blog - diesen kann ich natürlich wärmstens empfehlen!

Zu finden sind wir am Adventmarkt Langholzfeld
Fr. 25. + Sa. 26. Nov. 2011, jeweils 15-20h
Pfarrsaal Langholzfeld
Kirchengasse 2, 4061 Pasching/OÖ
Dort gibt es auch die beiden Kartensets als Wohlfühl-Geschenk für liebe Menschen zu bestaunen und zu kaufen.

So, jetzt geht's dann wieder in die Bastelecke! Schließlich ist auch heuer - nach langjähriger Tradition - wieder ein Adventkalender für meine Freundin fällig. Vor zwei Jahren ist aus dem Werk für sie der Newsletter und in weiterer Folge auch dieser Blog und mittlerweile bereits das zweite Kartenset entstanden. Mal sehen, was mir dieses Jahr einfällt!

Dienstag, 6. September 2011

Ein bisschen Spaß darf sein

Ich nehme mich selber und meine Arbeit oft viel zu ernst. Das kann zu Verspannungen und Kopfschmerzen führen, lässt aber auf alle Fälle Leichtigkeit vermissen. Damit ich mich zwischendurch immer wieder auflockere (vor allem auch meine Gesichtsmuskeln :-) ) stelle ich mir jetzt ein kleines Set zusammen: Einen Gummiball (danke, Elisha!), eine Rote Nase, Seifenblasen, ein paar Stempel mit Ziermotiven (danke, liebe Freundinnen und Freunde vom mökki!), Luftballons, ...

Ein paar dieser Dinge stehen am Schreibtisch in Griffweite: Sobald ich zu verbissen an etwas arbeite, an einer Formulierung hänge oder merke, wie sich meine Stirn runzelt, schnappe ich mir eines dieser Teile und komme damit innerhalb von Sekunden nicht nur auf andere Gedanken, sondern auch in einen völlig anderen Gemütszustand: verspielt, lustvoll, freudig, voller Lachen und Kichern (oder zumindest Schmunzeln).

Ein paar kleinere Spaß-Sachen kommen in ein Täschchen und dieses in meine Arbeitstasche - für den kleinen Spaß zwischendurch! Da kann ich mit der Clownnase schnell herausfinden, ob mein Kollege aufmerksam ist. Oder mit Seifenblasen fremde Kinder erfreuen und mich von ihrem Lächeln anstecken lassen. Oder mit dem Luftballon lustige Geräusche verursachen, wenn ich ihn erst aufblase und dann die Luft wieder herauspresse. Oder auf die papierene Unterlage im Gasthaus schnell einen Zebrapopo malen. Oder... Oder... Oder... Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Viel Spaß!

Donnerstag, 18. August 2011

Meine Spitzenkräfte, meine Starqualitäten

Gerade eben ging die diesjährige Frauen-Coaching-Woche in Finnland zu Ende. Schön war's wieder! Dabei ging es natürlich viel um Stärken und um die soll es auch hier gehen.

Auf dem Weg zu unserem paradiesischen Ort in Ostfinnland hat mir meine geschätzte Freundin und Teamkollegin Maria Lettner von einer Übung erzählt, die sie beeindruckt hat - ein bisschen abgwandelt ist diese gleich zum Einsatz gekommen und sie soll hier nun zur eigene Reflexion anregen.

Als Ausgang wird ein fünfzackiger Stern gemalt. Im nächsten Schritt ist eine Übung hilfreich, die die eigenen Stärken bewusst macht, z.B. eine ABC-Liste. Wenn mir meine Stärken dann wieder schön bewusst sind, wähle ich die fünf wichtigsten/deutlichsten/liebsten aus. Diese werden nun jeweils an die Spitzen des Sterns geschrieben; das sind meine Spitzenkräfte!

Im Alltagsleben konzentrieren wir uns viel zu oft auf unsere Schwächen und es geht meist darum, wie wir diese ausmerzen können. Wenn wir uns nun das Bild das Sterns ansehen erkennen wir recht schnell, dass ohne die Einbuchtungen, die unsere Schwächen im Sternbild ja darstellen würden, auch unsere Stärken nicht zum Vorschein kommen. Wenn die Schwächen immer weiter ausgeglichen werden, ist bald kein Stern mehr zur erkennen.

Was ich daraus ableite? Die Starqualitäten, also die eigenen Stärken, nutzen und ausbauen. Sich diese bewusst machen und pfleglich behandeln. Sie gut einsetzen und damit auch anderen zur Verfügung stellen. Und sich damit schlussendlich selber zeigen!
Als weitere Unterstützung kann ja der eigene Fanclub eingesetzt werden... ;-)

Viel Spaß beim Stärken stärken!