Freitag, 2. Dezember 2011

2.12.: Eine kleine Kopfmassage

Zutaten: Zwei Hände – die eigenen oder die eines anderen lieben Menschen

Rezept: Heute massiere ich meinen Kopf. Ich probiere aus, was mir gut tut: Mit kleinen Kreisen die Kopfhaut Zentimeter für Zentimeter aktivieren. Liebevoll über meine Haare streichen. Den Nacken kräftig reiben. Mit den Fingerkuppen den ganzen Kopf abklopfen. Meine Stirn glatt streifen. Mit den Händen den Kopf umfassen und die Kopfhaut den Scheitel entlang vorsichtig und kräftig zugleich auseinander ziehen. Mein Gesicht „trocken waschen“. Die Ohren an ihren Rändern von oben nach unten austreifen. Die Augen reiben.
Mein Kopf tut gute Arbeit für mich, heute belohne ich ihn und mich.

Zum Abschluss sitze ich noch ein Weilchen mit geschlossenen Augen und spüre dem wohligen Gefühl nach. Schnurren erlaubt!

Dauer: 15 Minuten, je nach Wohlfühlfaktor und vorhandener Zeit auch mehr.

Gutes Genießen!

Donnerstag, 1. Dezember 2011

1.12.: Verabredung mit mir

Zutaten: Kalender, Stift

Rezept: Ich möchte diesen Dezember gut für mich nützen, schließlich ist es auch das Beste, was ich für die anderen tun kann: Gut auf mich selbst zu schauen!

Dafür plane ich für die kommenden Wochen Verabredungen mit mir ein: Jeden Morgen treffe ich mich mit mir für zumindest fünfzehn Minuten, um noch vor dem Frühstück ein paar Seiten in mein Tagebuch zu schreiben. Oder ich trage einen Abend in der Woche fix für mich ein, wo ich mir etwas Gutes koche und mich verwöhne. Ich schreibe in den Kalender bis zum Jahresende wöchentliche Treffen mit mir selbst als Besprechung ein; da gehe ich dann für eine Stunde schwimmen oder spazieren. Oder es wird ein täglicher Termin nach Arbeitsschluss, an dem ich diese schönen Weihnachtsgeschichten aus meiner Kindheit wieder lese.

Diese Termine haben höchste Priorität für mich. Ich freue mich darauf, mir zu begegnen!

Dauer: 15 Minuten, ja nach Plänen mit mir und verfügbarer Zeit auch mehr.

Viel Spaß beim Planen!

Freitag, 18. November 2011

Öfter mal was Neues


Okay, ich sehe schon... irgendwann sollte ich hier auch wieder schreiben!
Der Dezember naht und ich kann versprechen, dass es heuer wieder 31 neue Anleitungen für die tägliche Viertelstunde für mehr Lebensbalance gibt! Diese können per Newsletter abonniert werden, aber die Blog-Version hat auch was für sich.

Woran ich sonst gerade bastle? An allerlei kleinen Recycling- und Upcycling-Produkten für einen Adventmarkt kommendes Wochenende. Dort bin ich gemeinsam mit meinen Mitbloggerinnen vom :extrafest-Blog - diesen kann ich natürlich wärmstens empfehlen!

Zu finden sind wir am Adventmarkt Langholzfeld
Fr. 25. + Sa. 26. Nov. 2011, jeweils 15-20h
Pfarrsaal Langholzfeld
Kirchengasse 2, 4061 Pasching/OÖ
Dort gibt es auch die beiden Kartensets als Wohlfühl-Geschenk für liebe Menschen zu bestaunen und zu kaufen.

So, jetzt geht's dann wieder in die Bastelecke! Schließlich ist auch heuer - nach langjähriger Tradition - wieder ein Adventkalender für meine Freundin fällig. Vor zwei Jahren ist aus dem Werk für sie der Newsletter und in weiterer Folge auch dieser Blog und mittlerweile bereits das zweite Kartenset entstanden. Mal sehen, was mir dieses Jahr einfällt!

Dienstag, 6. September 2011

Ein bisschen Spaß darf sein

Ich nehme mich selber und meine Arbeit oft viel zu ernst. Das kann zu Verspannungen und Kopfschmerzen führen, lässt aber auf alle Fälle Leichtigkeit vermissen. Damit ich mich zwischendurch immer wieder auflockere (vor allem auch meine Gesichtsmuskeln :-) ) stelle ich mir jetzt ein kleines Set zusammen: Einen Gummiball (danke, Elisha!), eine Rote Nase, Seifenblasen, ein paar Stempel mit Ziermotiven (danke, liebe Freundinnen und Freunde vom mökki!), Luftballons, ...

Ein paar dieser Dinge stehen am Schreibtisch in Griffweite: Sobald ich zu verbissen an etwas arbeite, an einer Formulierung hänge oder merke, wie sich meine Stirn runzelt, schnappe ich mir eines dieser Teile und komme damit innerhalb von Sekunden nicht nur auf andere Gedanken, sondern auch in einen völlig anderen Gemütszustand: verspielt, lustvoll, freudig, voller Lachen und Kichern (oder zumindest Schmunzeln).

Ein paar kleinere Spaß-Sachen kommen in ein Täschchen und dieses in meine Arbeitstasche - für den kleinen Spaß zwischendurch! Da kann ich mit der Clownnase schnell herausfinden, ob mein Kollege aufmerksam ist. Oder mit Seifenblasen fremde Kinder erfreuen und mich von ihrem Lächeln anstecken lassen. Oder mit dem Luftballon lustige Geräusche verursachen, wenn ich ihn erst aufblase und dann die Luft wieder herauspresse. Oder auf die papierene Unterlage im Gasthaus schnell einen Zebrapopo malen. Oder... Oder... Oder... Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Viel Spaß!

Donnerstag, 18. August 2011

Meine Spitzenkräfte, meine Starqualitäten

Gerade eben ging die diesjährige Frauen-Coaching-Woche in Finnland zu Ende. Schön war's wieder! Dabei ging es natürlich viel um Stärken und um die soll es auch hier gehen.

Auf dem Weg zu unserem paradiesischen Ort in Ostfinnland hat mir meine geschätzte Freundin und Teamkollegin Maria Lettner von einer Übung erzählt, die sie beeindruckt hat - ein bisschen abgwandelt ist diese gleich zum Einsatz gekommen und sie soll hier nun zur eigene Reflexion anregen.

Als Ausgang wird ein fünfzackiger Stern gemalt. Im nächsten Schritt ist eine Übung hilfreich, die die eigenen Stärken bewusst macht, z.B. eine ABC-Liste. Wenn mir meine Stärken dann wieder schön bewusst sind, wähle ich die fünf wichtigsten/deutlichsten/liebsten aus. Diese werden nun jeweils an die Spitzen des Sterns geschrieben; das sind meine Spitzenkräfte!

Im Alltagsleben konzentrieren wir uns viel zu oft auf unsere Schwächen und es geht meist darum, wie wir diese ausmerzen können. Wenn wir uns nun das Bild das Sterns ansehen erkennen wir recht schnell, dass ohne die Einbuchtungen, die unsere Schwächen im Sternbild ja darstellen würden, auch unsere Stärken nicht zum Vorschein kommen. Wenn die Schwächen immer weiter ausgeglichen werden, ist bald kein Stern mehr zur erkennen.

Was ich daraus ableite? Die Starqualitäten, also die eigenen Stärken, nutzen und ausbauen. Sich diese bewusst machen und pfleglich behandeln. Sie gut einsetzen und damit auch anderen zur Verfügung stellen. Und sich damit schlussendlich selber zeigen!
Als weitere Unterstützung kann ja der eigene Fanclub eingesetzt werden... ;-)

Viel Spaß beim Stärken stärken!

Donnerstag, 7. Juli 2011

Sista D's* Favourites

Damals, als wir noch Kassetten verwendeten, um Musik zu hören... Seufz! Da war es so einfach, ein Mix Tape zu machen für mich selbst oder liebe andere. Auch heute geht das noch, ist allerdings mit einer etwas aufwändigeren Ausstattung verbunden.

Damals jedoch... einfach eine leere Kassette nehmen (oder bei einer bespielten und geschützten Klebestreifen verwenden) und aufnehmen: Aus dem Radio, von einer anderen Kassette und bei ausgefuchsteren Musikanlagen auch von Schallplatten und später CDs.

Wunderbare Mix Tapes habe ich aus der Mitte der 90er Jahre: Von meinem lieben Bruder, der mir aus dem Internat nach Wien Kassetten schickte. Von meiner lieben Freundin und damaligen WG-Kollegin. Von anderen Freundinnen und Freunden. Von mir selbst zusammengestellt.
[Mein Meisterinnenstück mit dem wunderbaren Titel "après la pluie le soleil" (Nach dem Regen die Sonne) mit einer ganz traurigen und einer sehr fröhlich-schwungvollen Seite hat nicht nur mich zum Weinen gebracht...]

Die Cover waren auch meistens sehr kunstvoll: liebevoll zusammengestellte Collagen, Zeichnungen, Fotos, dazu oft genug ein spritziger Titel. [*Unsere "Ghetto Kid Namen" Sista D und MBM alias Mad Brother Maiky halfen da oder sind vielleicht auch dafür entstanden, wer weiß das schon noch so genau...]

Anlässe gab es viele: Zum Geburtstag. Als Zeichen der Verehrung. Einfach so zwischendurch. Um den großen Erlebnissen des jungen Erwachsenenalters den passenden Soundtrack zu widmen.

Und dann die letzte große Runde: Für mein Auslandsjahr in Helsinki habe ich nochmal Kassetten bekommen von Bruder, Papa, Schatzi und den besten Freundinnen. Mit Musik, zum Teil durchmoderiert, mit selber vorgelesenen Gute-Nacht-Geschichten.

Zehn Jahre ist das nun her; zehn Jahre, in denen ich viele schöne und liebevoll zusammengestellte CDs bekommen habe. Zu Zeiten als das Herunterladen von Musik aus dem Netz noch nicht als Schwerverbrechen geahndet wurde, hatten diese CDs auch noch viel vom echten Mix-Tape-Charakter: Die Lieder oft unterschiedlich laut, nicht immer ganz drauf, sehr bunt gemischt.
Mittlerweile hat auch hier eine Professionalisierung stattgefunden, wodurch für mich aber auch etwas vom persönlichen Charme verloren gegangen ist.

Auf meiner Auslandsjahr-Kassette von Papa ist noch dazu ein besonderes Stück drauf: Ein Tondokument von meiner leiblichen Großmutter, die lange vor meiner Geburt von immer von uns gegangen ist. An ihrem letzten Weihnachtsfest hat sie ihrem Mann und ihren beiden jugendlichen Kindern Weihnachtswünsche auf Tonband gesprochen. Das berührt mich immer noch und immer wieder sehr und ich bin dankbar dafür, sie somit nicht nur von Fotos und Erzählungen zu kennen.

Diese Tradition wurde familienintern fortgesetzt und so gibt es Kassetten (mittlerweile auf CD übertragen) mit meinem Babygeschrei, dem Schnarchen meines Bruders im Kleinkindalter und etliche Dialoge und von uns (inbrünstig) vorgetragene Lieder. Schön! :-)

Hach, da bin ich doch glatt ins Träumen und Schwärmen geraten! Das lässt sich ganz einfach "nachbauen": Für eine Viertelstunde Auszeit einfach die eigenen CDs oder Kassetten durchschauen, ob da auch Selbstzusammengestelltes dabei ist. Alte Mix-Tapes anhören. Neue Musikmischungen planen. Und mit ein bisschen mehr Zeit und der notwendigen technischen Ausstattung auch gleich umsetzen!
Viel Spaß mit Musik!

Montag, 21. März 2011

Meine Werkzeugkiste

Es gibt so viele spannende Bücher, interessante Methoden und immer wieder neue Ansätze für all die persönlichen Fragestellungen: Wie kann ich Stress abbauen, wie meine Zeit besser managen, wie finde ich heraus was ich will und auf welchem Weg kann ich es dann möglichst schnell erreichen,...

Ich lese gerne was Kolleg*innen und Menschen aus anderen Sparten an Ideen teilen, welche Anleitungen und Anregungen sie geben. Zum einen bin ich ja auch selber Lernende, habe immer wieder Bereiche in denen ich Impulse benötige.
Zum anderen finde ich des Öfteren Übungen die ich in meiner Arbeit einsetzen kann: Bei der Moderation eines Teamtages, in der Begleitung eines Teamprozesses, im Gendertraining, im Mentoring, beim Coaching im Einzelsetting und in der Gruppe.

Was mir dabei auffällt: Die Versuchung ist groß, immer wieder neue Methoden zu bekommen um damit die eigene Sammlung zu vergrößern. Dabei wird der wesentliche Punkt aber gern vergessen - das alles sind nur Werkzeuge.

Werkzeuge, die eingesetzt, angewandt werden müssen und zwischendurch gut gepflegt. Was nützt es mir wenn meine Werkzeugkiste immer größer wird, ich das passende Stück aber nicht mehr finden kann? Da ist es besser die Werkzeugkiste zu entrümpeln; ich schaue, was sich so angesammelt hat, welche Werkzeuge früher schon gut geholfen haben und welche noch kaum benützt sind, aber grad jetzt brauchbar sein könnten.

Neue Bücher, Kurse und ähnliche Lieferant*innen verwende ich erst mal zum Gustieren. Wenn bei einer neuen oder wiederkehrenden Fragestellung die ursprüngliche Sammlung nicht das Passende bereithält, wähle ich dann gezielt ein neues Werkzeug aus, mit dem ich meine gut bestückte und gepflegte Werkzeugkiste komplettiere.

Vielleicht möchte ich das eine oder andere Werkzeug lieber noch mal mit jemand anderem ausprobieren, unter Anleitung die richtige Verwendung üben, oder gar in einer Gruppe damit arbeiten.

Viel Spaß beim Frühjahrsputz der Methodensammlung!