Freitag, 4. November 2016

Adventkalender-Ideen mit dem Kartenset: December Daily. Ein Gastbeitrag von Melanie Mezera

Vor einigen Jahren habe ich für mich die Idee des December Daily kennengelernt – ein Mini-Album, in dem man täglich eine Seite für den Dezember gestaltet und Erinnerungen festhält,
z.B. wie sieht mein Adventkranz/Adventkalender/meine Weihnachtsdeko aus? Wann gabs den ersten Schnee, ein Foto vom Christkindlmarkt, Papierreste von hübschem Geschenkspapier, Lieblingskeksrezept, Festessen, Weihnachtskarten, die ich bekommen habe, …., in Form von Geschriebenem, Fotos, Collagen, Eingeklebtem, kleinen Skizzen,… .
Ich fand diese Idee so nett, dass ich sie für mich als Spezial-Art-Journal-Ritual für den Dezember eingeführt habe. Auf diese Weise habe ich eine Sammlung an vorweihnachtlichen und weihnachtlichen Erinnerungen, die mich diese Zeit der Stille bewusster erleben lässt. 

 So ein December Daily bietet sich auch wunderbar mit Danielas Kartenset an: Die tägliche Viertelstunde in Bild und Wort, hübsch verpackt  und zum jederzeit Nachlesen der eigenen Erfahrungen und Erkenntnisse.

Du brauchst dazu:
*  Mind. 1 Kartenset (wenn Du so wie ich, mehrere Kartensets hast, kannst Du so  richtig aus dem Vollen schöpfen – ziehe einfach beliebig 31 Karten aus dem Stapel, entweder blind oder inspiriert von den tollen Fotos)
* A6-Karten (z.B. fertige Karteikarten oder zugeschnittenes Papier)
* Locher
* 2 Buchringe (ca. 4 cm Durchmesser)

Optional, wenn Du das Deckblatt aufwändiger gestalten möchtest:
* 2 Stück Karton im A6-Format (z.B. Graupappe oder die Rückseite eines Zeichenblocks)
* Papier zum Bekleben
* Bastelkleber und Leimpinsel
* Schere, Cutter
* Lineal

So geht’s:
a) die schnelle Variante:
Die 31 Karten in beliebiger Reihenfolge sowie das Deckblatt und mind. 31 Blanko-A6-Karten (je nach Aufgabe natürlich gern auch mehr) lochen und mit 2 Buchringen zusammenheften.
Nun täglich eine Karte aufschlagen, Aufgabe lesen und gleich auf einer der Blanko-Karten aufschreiben, aufzeichnen, aufkleben,…. . Wenn die Aufgabe umfangreicher ist, kannst Du ein Foto des Ergebnisses machen und einkleben. Oder wenn es eine Körperübung ist, kannst Du einen Satz, ein Gefühl, ein Wort, … dazu reinschreiben. Deine Erfahrungen damit festhalten.
Die Gestaltung bleibt Dir ganz frei, ob Du die einzelnen Seiten mit dem entsprechenden Datum versehen magst, mit bunten Stiften schreibst, Washi-Tapes als Verzierung einbaust,… . Was immer Dir gefällt. 
Die folgende Karte mit einer kleinen Kluppe, einer Büroklammer oder einem Paper-Clip markieren, damit das Türchen-Öffnen am nächsten Tag leichter ist ;-)

b) die aufwändigere Variante:
Für das Cover und die Rückseite 2 Stück Karton in A6-Format mit Papier kaschieren (dazu das Papier in der Höhe und Breite 4 cm größer zuschneiden als der Karton, den Karton mit Bastelkleber mittig draufkleben, an den Ecken im 45-Grad-Winkel die Dreiecke abschneiden, Papier um die Kanten biegen und festkleben. Die Innenseiten mit 2 A6-Papieren bekleben.) und nach Belieben verzieren – zum Beispiel einen Titel aufs Cover schreiben, stempeln,….
Diese Kartondeckel am Ende lochen und der Rest funktioniert wie in Variante a)

Wenn Du der Meinung bist, die Karten sind zu schön, um gelocht zu werden (da geb ich Dir durchaus recht ;-), gibt’s hier eine Alternative:

Du brauchst ein Heft mit mindestens 64 Seiten. Das Cover kannst Du nach Deinen Vorstellungen bekleben, bemalen,… .Die erste Seite frei gestalten, z.B. mit einem Motto für den Dezember  und pro Tag eine Doppelseite (Karte + Gedanken, Skizzen, Worte, Texte, Collagen, Fotos,…) gestalten.  Die Karten am besten mit leicht ablösbarem Washi-Tape aufkleben, damit  Du die Anleitung jederzeit nachlesen kannst. Tabulatoren (bzw. Reiter – das passt doch perfekt zu diereiter :-)) an den Seiten erleichtern das Wiederfinden einzelner Tage.
Viel Spaß beim Gestalten!
Ich freu mich, wenn Du ein Foto Deines December Dailys oder Deine Erfahrungen damit mit uns teilst.

Liebe Grüße
Melanie


Kontakt:
MAGEnTA e.U
Mag.a Melanie Mezera
Psychologin, Mal- und Gestaltungstherapeutin
Wehrgasse 15/3
1050 Wien
0699/19580345
info@magenta-maltherapie.at
www.magenta-maltherapie.at
Blog:
www.magentamaltherapie.wordpress.com
Facebook: https://www.facebook.com/MagentaMaltherapie/
Pinterest: https://de.pinterest.com/mezera/
Skillshare: http://skl.sh/2e0z8M3

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Mehr über Melanie und ihr Mal- und Gestaltungstherapeutisches Atelier kannst Du hier in der Erfolgsgeschichte nachlesen.
Die Kartensets kannst Du hier bestellen und auch gleich direkt mit Grußbotschaft an liebe Menschen verschicken lassen: http://diereiter.at/kartenset/

Mittwoch, 2. November 2016

Erfolgsgeschichte: Melanie Mezera, MAGEnTA Mal-und Gestaltungstherapie

In meiner Arbeit darf ich viele spannende Menschen kennenlernen und sie bei der Erreichung ihrer Wünsche, Träume und Ziele unterstützen. Ich freue mich mit meinen Coachees über ihre Erfolge. Und weil Erfolgsgeschichten immer inspirierend sind, stelle ich in einer Interview-Serie Menschen vor, die ihren Traum verwirklicht haben und etwas tun, was ihr Herz zum Hüpfen bringt. Den Beginn macht heute Melanie Mezera:

Welchen Traum hast du dir verwirklicht?
Meinen Traum der Selbständigkeit hab ich mir im November 2009 verwirklicht, heuer feiere ich bereits mein 7. Firmenjubiläum mit meinem Unternehmen MAGEnTA.
Ich biete Mal-und Gestaltungstherapie für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, Kreativkurse für Kinder ab 2 Jahren, Buchbindeworkshops sowie Fortbildungen für PädagogInnen an. Eine ganz schön bunte Mischung :-), das macht meine Arbeit so spannend.

Was sind deine drei größten Erfolge im Zusammenhang damit?
Also in 7 Jahren gibt’s da jede Menge Erfolge, vor allem wenn man auch kleine persönliche Meilensteine mitzählt, so wie du das immer so schön anregst.
Aber zu den größten Erfolgen zählen für mich 1.) Dass ich 2012 einen wunderschönen Ort für mein Atelier gefunden habe, in den hab ich mich damals sofort verliebt – mit gekalkten Ziegelwänden, Kaminofen (der es im Winter besonders kuschelig macht) und anregender Atmosphäre für kreativen Ausdruck. Und dann auch noch perfekt öffentlich angebunden (3 min. von der U4 Kettenbrückengasse) und barrierefrei!


2.) Ein Seminarauftrag für eine Fortbildung zum Thema „Kinderzeichnungen“ für PädagogInnen und psychosoziale BeraterInnen in Ankara, das war für mich eine ganz besonders bereichernde Erfahrung, und
3.) zusammengefasst all die persönlichen Rückmeldungen von KlientInnen („Zuerst hab ich mir gedacht – na super, jetzt muss ich da jede Woche herkommen, das wird sicher urzach…dabei ist es urgeilo!" [Klient, 12Jahre], von Kindern, die ich mittlerweile 5 Jahre durchgehend in meinen Kinderateliers begleiten darf, von TeilnehmerInnen meiner Fortbildungen, die herzerwärmende Zeilen auf ihre Feedbackbögen schreiben und, und, und. 



Was waren Hindernisse?
Das größte Hindernis war der Umstand, dass ich in meiner Familie und meinem engsten Freundeskreis die erste war, die den Weg der Selbständigkeit eingeschlagen hat. Zuerst mal die besorgten Stimmen, dass ich doch nicht mitten in der Wirtschaftskrise meinen Job an den Nagel hängen könne. Und dann noch selbständig machen! Oder die so oft gestellte Frage „Und, kannst schon davon leben?“, die man einfach in den Anfängen der Selbstständigkeit nicht hören will (eigentlich später auch nicht ;-)). Das war oft gut gemeint, aber nicht sehr unterstützend. 


Was hat dich unterstützt?
Deswegen war das Unternehmensgründungsprogramm eine große Unterstützung, da dort einfach alle im gleichen Boot sitzen und sich mit den gleichen Themen beschäftigen. Im Zuge dessen war dein Workshop „Erfolgsteams“ eines der unterstützendsten Seminare. Das Konzept des Erfolgsteams kann ich generell nur wärmstens empfehlen! Ebenso war das Mentoringprogramm sehr hilfreich für mich – aus dem Erfahrungsschatz einer anderen Selbständigen schöpfen zu können und sich regelmäßig in einer Gruppe mit anderen Mentorinnen und Mentees auszutauschen, fand ich sehr ermutigend und stärkend.
Auf den Punkt gebracht, war für mich immer der Austausch mit anderen (nicht unbedingt der engste Familien-und Freundeskreis) unterstützend, egal ob Feedback zu einer Idee, Brainstorming zu einem Anliegen, Reflexion einer aktuellen Fragestellung oder einfach Erfolge teilen. So wie du das so wunderbar im Rahmen der Weisheit der Gruppe [vulgo: Erfolgskränzchen] möglich machst. Und manchmal ist es auch symbolisch wirksam, z.B. mit einer Promisprechblase an der Pinnwand neben dem Schreibtisch ;-) 



Hast Du ein bis drei Tipps für Menschen, die ihren Traum verwirklichen wollen?
Ich empfehle allen TraumverwirklicherInnen eine „Gleitsichtbrille“ – um einerseits die Fernsicht, die Visionen, die Träume nicht aus den Augen zu verlieren und andererseits die Nahsicht, die Realität, das Aktuelle, das Hier und Jetzt im Blick zu haben. Was ist der Stand der Dinge? Was funktioniert/was funktioniert nicht so gut?  Was kann ich heute dazu tun, um meinem Traum einen Schritt näher zu kommen? Was brauche ich?
Und natürlich empfehle ich, sich regelmäßig Unterstützung von außen zu holen, um eine Außensicht der Dinge einzuholen, den Blick zu schärfen oder den Horizont zu erweitern. Egal ob mit einem Erfolgsteam, Supervision, Coaching, … .

Was ist dein nächster Schritt?
Aktuell bin ich gerade dabei, verschiedene Video-Tutorials zu kreativen Impulsen (z.B. Malen mit Kindern, Modellieren, Buchbindetechniken, Art Journaling Impulse,…) zu drehen und Schritt für Schritt auf der Online-Lernplattform Skillshare zu veröffentlichen.
Video 1 ist bereits online und freut sich auf viele BesucherInnen :-)

Und noch eine Ankündigung: Am 8. Dezember von 10 bis 18 Uhr findet mein Ganztags-Buchbindeworkshop statt, wo die TeilnehmerInnen verschiedene Buchbindetechniken kennenlernen und ihre individuellen Buchprojekte (Fotoalbum, Kalender, Notizbuch, Reisetagebuch,…) gestalten können. Für sich selbst oder als Geschenk für besonders liebe Menschen.



Kontakt:
MAGEnTA e.U
Mag.a Melanie Mezera
Psychologin, Mal- und Gestaltungstherapeutin
Wehrgasse 15/3
1050 Wien
0699/19580345
info@magenta-maltherapie.at
www.magenta-maltherapie.at
Blog: www.magentamaltherapie.wordpress.com
Facebook: https://www.facebook.com/MagentaMaltherapie/
Pinterest: https://de.pinterest.com/mezera/
Skillshare: http://skl.sh/2e0z8M3



Danke für das Teilen Deiner Erfolgsgeschichte, liebe Melanie, und weiterhin viel Erfolg! Den Buchbinde-Workshop kann ich übrigens als Wiederholungstäterin wärmstens empfehlen. In einem selbstgebundenen Buch macht das Schreiben gleich nochmal mehr Spaß!
Mit herzlichen Grüßen,
Daniela 

In diesem
Gastbeitrag zeigt Melanie ihre wunderbaren Ideen, wie aus meinen Wohlfühlkartensets ein Adventkalender werden kann. Mit Bastelanleitung!
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Das Erfolgskränzchen unterstützt auch Dich mit der Weisheit der Gruppe!
Die nächsten Termine:
In Linz, Salon Buntspecht, Herrenstraße 48:
Mittwoch 9. November 2016, 18h30-20h30, Abendtermin

In Wien, Café Jelinek, Otto-Bauer-Gasse 5:

Montag 14.November 2016, 18h30-21h, Abendtermin
Freitag 18. November 2016, 9h30-12h, Frühstückstermin
Montag 12. Dezember 2016, 18h30-21h, Abendtermin
Freitag 16. Dezember 2016, 9h30-12h, Frühstückstermin
Mehr Infos hier: http://diereiter.at/
Anmeldung ist erforderlich.

Freitag, 7. Oktober 2016

Erfolge teilen und Erfolge feiern


Die Frauen-Coaching-Woche in Finnland war heuer wieder ein Erfolg: Völlig ausgebucht und dann einfach großartig. Wunderbare Frauen, inspirierende Geschichten, interessante Aha-Erlebnisse und das ganze gekrönt von herrlichem Wetter (das bisschen Regen war notwendig, damit wir den vielen Sonnenschein so richtig schätzen konnten).


Eine Übung, die ich in Finnland und auch sonst gerne anleite, nennt sich "Moments of Excellence". Kennengelernt habe ich die Methode, als ich selbst Teilnehmerin war, damals, in der Phase der Unternehmensgründung. Die großartige Ursula Poch hat sie uns im Frauen-Workshop "Stärken stärken" näher gebracht: Dabei erzählen sich drei Personen abwechselnd eine Erfolgsgeschichte; die anderen beiden hören zu und notieren mit, welche Stärken sie heraushören, und geben dem/der Erzähler_in dazu Rückmeldung. Eine wohltuende Übung.
Aber was ist nun ein Erfolg? Da gibt es die offensichtlichen, die offiziell anerkannten Erfolge: Ausbildungsabschlüsse, Stockerlplätze, Medaillen und gute Noten. Dann sind da allerdings noch andere, die nicht so auffallen: Alles, wo wir uns abplagen mussten, wo es Überwindung gebraucht hat oder Blut, Schweiß und Tränen. Das Ergebnis ist möglicherweise von außen betrachtet erst mal unspektakulär, wird erst interessant, wenn wir die Hintergründe wissen.

Im Coaching lerne ich viele Geschichten kennen, sehe die Mühen, gebe Unterstützung und freue mich dann umso mehr, wenn Erfolg eintritt. In der nächsten Zeit werde ich an dieser Stelle deshalb Erfolgsgeschichten und die Menschen dahinter vorstellen.


Ein schöner Effekt bei der oben beschriebenen Übung ist dann auch oft, dass die Erfolgsgeschichten der einen den anderen helfen, sich an ihre eigenen Erfolge zu erinnern. Deshalb: Lasst uns über unsere Erfolge sprechen und unsere Erfolge feiern!

Hinterlass gerne deine Erfolgsgeschichte in den Kommentaren.

Mit herzlichen Grüßen,
Daniela

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Erfolge feiern geht auch immer wunderbar im Erfolgskränzchen: Die Weisheit der Gruppe hat einen neuen Namen und stärkt Dich bewährt in Wien und neu in Linz. Termine und weitere Infos findest Du auf der Website: http://diereiter.at/ 

Hier geht es zu einer Übung, die Du alleine machen kannst: Meine Erfolgsgeschichte.

Freitag, 23. September 2016

Wie Doris Knecht schon gesagt hat

Die wunderbare Doris Knecht schreibt im Kurier über die Methode "Amplification", also "Verstärkung", wie sie die Frauen im Weißen Haus angewandt haben, um einander zu stärken und zu unterstützen.
 
Als damalige Genderbeauftragte der Bundesjugendvertretung habe ich vor mehr als zehn Jahren mitgearbeitet an einer Quotenregelung für den Vorstand, die seither eine "geschlechterparitätische Besetzung" gewährleistet. Nun sind also gleich viele Frauen* wie Männer* gewählt und damit im Regelfall auch bei den Sitzungen anwesend. 
 

Weil es dann aber auch darum geht, gesehen und gehört zu werden bei diesen Sitzungen, haben wir Frauen* uns dann genau auf diese Strategie der Verstärkung geeinigt: Wenn sich eine zu Wort meldet, meldet sich auch gleich eine andere. Die greift die Worte der Vorrednerin auf und nennt deren Namen dabei - denn es war zu oft passiert, dass die Idee einer Frau* flugs von einem der Männer* aufgegriffen wurde und fortan als die seine galt. Ein weiterer Vorteil: Frauen* meldeten sich öfter zu Wort, wurden damit insgesamt sichtbarer, statt wie vor dieser bewussten Strategie Wortmeldungen zurückzuziehen, "weil eh schon alles gesagt wurde".
 
 
Unterstützen wir einander dabei, gesehen und gehört zu werden, denn, wie Doris Knecht feststellt:
"Das funktioniert auch überall anders, besonders gut auch in den sozialen Medien. Eine Frau hat dort etwas Spannendes formuliert, etwas Interessantes geteilt, eine gute Idee gehabt? Teilen, retweeten: Mit dem Hinweis auf die Frau, von der man das übernommen hat. Verstärkung bekommen: immer gut."
 
Mit besten Grüßen,
Daniela
 
 

Dienstag, 26. Juli 2016

Summertime. Über ein leichtes Gefühl trotz allem.

"Summertime... and the living is easy"
Wenn ich die Zeitung aufschlage oder einfach nur meine Facebook Timeline anschaue, weiß ich, dass das nur eine Seite ist. Aber es ist eine Seite und der möchte ich mich heute widmen.Gerade angesichts der ständigen Katastrophenmeldungen übe ich mich in Dankbarkeit.


Ich bin dankbar dafür, dass es mir und meinen Lieben gut geht. Wir sind gesund, wir können den Sommer genießen. Der Weg zum Kindergarten ist mit dem Fahrrad viel netter. Der Garten steht in voller Blüte und versorgt uns mit frischem Gemüse und Kräutern. Meine Büroarbeit kann ich zum Teil im Bikini auf der Terrasse erledigen.


Nächste Woche sitze ich dann in Finnland mit neun wunderbaren Frauen auf der Veranda zum Arbeiten, während die zehnte wunderbare Frau wunderbar für uns kocht. Wir werden in uns gehen, miteinander reden und lachen, vielleicht auch mal weinen - alles ist möglich und gut im geschützten Rahmen der Frauen-Coaching-Woche. Wir werden reden und schreiben und malen. Wir werden schweigen und schwimmen und Schwammerl suchen. Wir werden rudern und wandern und saunieren.


Zur selben Zeit werden an anderen Orten - an vielen! - grauenvolle Dinge passieren. Das tun sie, egal was ich zu dieser Zeit mache und denke und fühle. Wir werden uns ausruhen und stärken und dann wieder hinausgehen aus unserer Finnland-Blase. Und das Unsere dazu beitragen, dass die Welt ein besserer Ort wird.

Übung: Wofür bist Du dankbar? Schreib ein Freewriting, eine Liste oder denk einfach drüber nach. Besonders empfehlenswert als Ritual vor dem Einschlafen oder gleich nach dem Aufwachen.


Herzlichst, Daniela

Mehr dazu auch hier: Eine Übungsanleitung
und ein Text über Dankbarkeit in Finnland am Morgen


Freitag, 20. Mai 2016

Was es für eine gute Teamklausur braucht.

ICH LIEBE MEINE ARBEIT!
Mir gefällt an meiner Arbeit, dass sie so abwechslungsreich ist. Als Arbeitspsychologin arbeite ich in verschiedenen Organisationsformen, mit MitarbeiterInnen und Führungskräften, mit Einzelpersonen und mit Teams. Es ist spannend zu sehen, welche Themen Branchen- oder Hierarchie-spezifisch sind und welche Themen sich quer durch alle Bereiche durch ziehen.

Gemeinsam einen Schritt heraustreten
Worum es bei meiner Arbeit immer geht: einen Schritt herauszutreten aus dem Arbeitsalltag und mit mir gemeinsam einen Blick darauf zu werfen. Egal, ob es dabei um Karriereplanung geht, um einen Konflikt am Arbeitsplatz oder darum, wieder entspannter arbeiten zu können - gemeinsam machen wir eine Bestandsaufnahme, formulieren Ziele und entwickeln die nächsten konkreten Schritte dorthin.

Teamklausuren für eine bessere Zusammenarbeit
Die nächsten konkreten Schritte sind auch mein Lieblings-Tool bei Moderationen von Teamklausuren.
Immer mehr Teams erkennen, dass ihnen eine jährliche gemeinsame Auszeit gut tut. Damit meine ich nicht den Betriebsausflug (auch wichtig und gut!), sondern eine Arbeits-Klausur.
In dieser kann besagte Bestandaufnahme gemacht werden: Was haben wir im letzten Jahr alles geschafft (Erfolge feiern!), was läuft gut, welche Verbesserungsmöglichkeiten sehen wir? Wie können wir unsere Zusammenarbeit, die Kommunikation und das Klima verbessern? Was planen wir für das kommende Arbeitsjahr?

Was es für eine gute Teamklausur braucht:
  1. Einen guten Ort
  2. Eine gute Vorbereitung
  3. Eine gute externe Moderation
  4. Ausreichend Zeit
  5. Ein gutes Follow-Up
Dazu erzähle ich gerne mehr.

1. Einen guten Ort.
Die Klausur muss unbedingt woanders stattfinden als in der üblichen Arbeitsumgebung. Sonst ist die Gefahr groß, dass in den Pausen alle zum Arbeitsplatz verschwinden, um dort etwas zu erledigen, statt wirklich Pause zu machen und diese für Gespräche zu nutzen. Heraustreten aus dem Arbeitsalltag auch (w)örtlich also.
Auch gute Verpflegung ist wichtig - die und die Wahl des Ortes können auch leicht Wertschätzung für das Team ausdrücken.

2. Eine gute Vorbereitung.
Alle Teilnehmenden sollen die Gelegenheit haben, ihre Themenwünsche vorab einzubringen. Was wollen wir besprechen? Geht es um Rückschau und was wir daraus für die weitere Arbeit lernen können? Soll es vor allem eine Bestandsaufnahme sein oder soll es schwerpunktmäßig um eine Planung für die nächste Zeit gehen?
Gibt es neue MitarbeiterInnen, soll es um ein (besseres) Kennenlernen gehen? Ist Teambuilding ein Thema, gibt es offene oder unausgesprochene Konflikte im Team? Soll es bei der Klausur einen Teil geben, in dem nur ein Teil des Teams oder das gesamte Team ohne Führungskraft arbeitet?

3. Eine gute externe Moderation.
Die Moderatorin gestaltet das Programm abwechslungsreich, achtet auf den Prozess und die Zeit, bindet alle mit ein, stellt ihren Blick von außen zur Verfügung, dokumentiert und sichert die Ergebnisse. Damit entlastet sie alle aus dem Team, die sich dafür besser auf die Inhalte konzentrieren können.
Die Moderatorin muss nicht mit den Arbeitsinhalten vertraut sein, aber sicherstellen, dass diese eingebracht werden können. Sie lässt auch Raum für Themen, die vor Ort erst auftauchen, und sie hilft bei der Priorisierung der Themen.
Wenn mehr als 14 Personen teilnehmen, braucht es zwei Personen für die Moderation.

4. Ausreichend Zeit.
Es braucht zumindest einen Tag, je nach Inhalten auch zwei. In dieser Zeit muss das Alltagsgeschäft ruhen oder von anderen übernommen werden.

5. Ein gutes Follow-Up.
Sei es bei einer regulären Teamsitzung oder an einem dafür reservierten und vielleicht auch wieder extern moderierten Halbtag: Nach einiger Zeit sollen die Ergebnisse und Aufgaben der letzten Klausur wieder angeschaut und auch die Klausur evaluiert werden.

Ich liebe Moderationen.
Ich liebe Moderationen. Die mache ich gerne und richtig gut. Mir gefällt es, den Prozess zu begleiten, der Weisheit der Gruppe  Raum zu geben und dafür zu sorgen, dass aus den Arbeitsaufgaben und den Diskussionen die nächsten Schritte für die Arbeit im Alltag werden.

Meine Lieblings-Tools bei Moderationen (die auch in jeder Teamsitzung hilfreich sind):
  • Themenspeicher: auf einem Plakat notiere ich alle Themen, die nicht sofort behandelt werden können. Die arbeiten wir am Schluss auf.
  • Konkrete nächste Schritte: Was ist zu tun, wer trägt die Verantwortung dafür dass es geschieht (nur eine Person), (bis/ab) wann wird es gemacht. Damit werden aus den bei der Klausur besprochenen Themen konkrete Handlungsanleitungen, die Schritt für Schritt abgearbeitet werden können.

Das sagen Auftraggeberinnen und Teilnehmerinnen:

"Ich fand deine Moderation sehr strukturiert und sachlich, was in unserem Fall sehr, sehr gut und notwendig war. Mein Eindruck war, dass du das größere Ziel verfolgt hast, ohne auf dem Weg aufkommende Bedürfnisse zu vernachlässigen. Am Ende war mein Eindruck, dass alles und alle irgendwo seinen oder ihren Platz gefunden hat und haben, trotz der knappen Zeit am Schluss."
Magdalena Schwarz, Geschäftsführerin der Bundesjugendvertretung.

"Wir haben in zwei sehr produktiven und spannenden Tagen viel voran gebracht – inhaltlich, aber auch zwischenmenschlich. Es hat dem Team einfach gut getan. Besonders wichtig war mir auch, dass es konkrete Ergebnisse gibt, die wirklich umgesetzt werden können. Das haben wir erreicht, viele Punkte unserer „To-do-List“ sind bereits abgearbeitet."
Belinda Jahn,  NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft.

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Wenn Du auch mit Deinem Team in Klausur gehen möchtest, berate und begleite ich Euch gerne!
Schreib einfach per Mail an daniela.reiter@diereiter.at
Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit!

Mittwoch, 9. März 2016

Vom Teilen

Heute möchte ich ein paar Gedanken zum Teilen teilen.

Diese Woche war der Internationale Frauentag, wie immer (also seit rund 100 Jahren) am 8. März. Nicht zuletzt deshalb waren rundherum Debatten zu verfolgen, wie denn nun die unbezahlte Arbeit zuhause verteilt sei. Ich bin überrascht davon, wie selten Halbe-Halbe gelebt wird und froh darüber, dass das bei uns ganz normal ist. Wir teilen Elterndasein, Hausarbeit, den Garten und alles, was darüber hinaus anfällt. Wir teilen damit nicht nur die Arbeit und die Verantwortung, sondern auch die Freude und oft auch die Zeit. Ein Luxus, ein Privileg. Oder?  Ich wünsche mir, dass das normal wird, üblich.

Die politische Forderung nach 50/50 gesamtgesellschaftlich ist alt, aber immer noch aktuell: die Hälfte der Macht und die Hälfte der Arbeit den Frauen und den Männern. Es geht um Teilen und um Teilhabe, an der Gesellschaft, an der Politik, an der Familie. Dazu werde ich nächste Woche bei der diesjährigen Sitzung der Frauenstatuskommission der UNO (Commission on the Status of Women, kurz: CSW) mehr hören, durch meine ehrenamtliche Tätigkeit im Vorstand einer internationalen Frauenorganisation (International Alliance of Women). Ich freu mich drauf!


Teilen tut gut.
Mein Wissen.
Freude und Trauer.
Mich mit-teilen.
Familie, Freund_innen, Fremden.

Und:

Unser Land teilen. Unsere Sicherheit, unsere Privilegien, unsere Ressourcen.

Und gemeinsam mehr daraus machen, mehr werden.

Etwas auf Facebook teilen.
Ich teile auf meiner Facebook-Seite Fotos und Lob von bisherigen Teilnehmerinnen der Frauen-Coaching-Woche in Finnland. Freund_innen und Kund_innen haben diese Beiträge geteilt und so haben Frauen davon erfahren, für die es heuer genau das Richtige ist. Nun sind sie angemeldet und wir teilen unsere Vorfreude auf eine wunderschöne und wohltuende Woche im Sommer in Finnland. Es gibt noch Restplätze!


Und zum Schluss dieser schöne Gedanke, dass so vieles mehr wird, wenn wir es teilen - die Liebe, zum Beispiel. 
In diesem Sinne: Schönes Teilen!
Daniela